Finanzkrise : Hersteller vermeiden Rabattschlacht

Trotz Absatzflaute vermeiden die Autohersteller eine neue Rabattschlacht um zögerliche Kunden. Wie aus der November-Statistik des Duisburger Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer hervorgeht, lag das durchschnittliche Rabattniveau auf dem deutschen Automarkt zuletzt bei 16,5 Prozent – und damit nur einen halben Prozentpunkt über dem Oktober-Wert.

Berlin

Ebenso viel Rabatt gab es im Juli; im Februar und Mai lagen die Durchschnittsrabatte mit 17 Prozent sogar höher. Aufgrund der Rezession erwartet Dudenhöffer, Direktor des CAR- Instituts an der Universität Duisburg-Essen, in den nächsten Monaten einen Anstieg bei Herstelleraktionen sowie einen leichten Anstieg der Handelsnachlässe, „so dass insgesamt mit einem weiteren Ansteigen des durchschnittlichen Rabattniveaus gerechnet werden muss“. Bei den insgesamt 248 offenen Aktionen der Händler, also bundesweit angebotenen Preisvorteilen für Neuwagen, sind nach wie vor Leasing und Finanzierung besonders beliebt (48 Prozent). 34 Prozent aller offenen Aktionen waren Sondermodelle, und bei 13 Prozent wurden direkte Rabatte eingeräumt.

Den höchsten Rabatt gewährt Citroën für das Modell Xsara Picasso im Rahmen des "Star Leasing"-Programms. Käufer kommen hier in den Genuss eines Preisvorteils von 6357 Euro (30,3 Prozent). Überraschend gering sind nach Dudenhöffers Angaben die Preisvorteile, die Opel einräumt. Die Preisvorteile der Opel-Aktionen liegen danach zwischen 3,5 Prozent und in der Höchststufe bei den offenen Aktionen bei 8,5 Prozent (Opel Astra Sondermodell).

Eine wichtige Rabattmethode sind Eigenzulassungen der Hersteller und Händler. Ihr Anteil sank im Oktober um 2,4 Prozentpunkte auf 26,2 Prozent aller Neuzulassungen. Das waren insgesamt knapp 68 000 Autos. Bei Opel zum Beispiel lag der Anteil der Eigenzulassungen bei 37 Prozent, bei BMW bei 33,4 Prozent. mot

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