Finanzkrise : Hypo Real Estate verliert sechs Millionen – pro Tag

Die staatseigene Hypo Real Estate schreibt weiter rote Zahlen in Milliardenhöhe. Nach einem Verlust von fast 600 Millionen Euro im dritten Quartal summieren sich die Defizite nach neun Monaten 2009 auf mehr als 1,7 Milliarden Euro nach Steuern, teilte HRE-Chef Axel Wieandt mit.

München - Die staatseigene Hypo Real Estate (HRE) schreibt weiter rote Zahlen in Milliardenhöhe. Nach einem Verlust von fast 600 Millionen Euro im dritten Quartal summieren sich die Defizite nach neun Monaten 2009 auf mehr als 1,7 Milliarden Euro nach Steuern, teilte HRE-Chef Axel Wieandt in München mit. Das sind mehr als sechs Millionen Euro am Tag. Aktuell leidet die Bank, für deren Verluste der Bund aufkommen muss, unter faulen Immobilienkrediten. Die haben die Risikovorsorge bis Ende September um 1,9 Milliarden Euro nach oben getrieben.

Zudem muss das Institut an den Bankenrettungsfonds Soffin, der bereits sechs Milliarden Euro Eigenkapital in die HRE gepumpt hat und Staatsbürgschaften von bis zu 98 Milliarden Euro garantiert, hohe Gebühren entrichten. Diese Zahlungen summieren sich nach neun Monaten 2009 auf 382 Millionen Euro.

Die Skandalbank hängt unvermindert am Tropf des Staats und wird noch auf Jahre hohe Kosten verursachen. Im Gespräch ist eine weitere Finanzspritze über vier Milliarden Euro.

Um die Staatshilfen von der EU absegnen zu lassen, muss die HRE sich in etwa halbieren. Bis Ende September 2009 ist die Bilanzsumme in einem ersten Schritt um gut ein Zehntel gesunken. „Wir sind bei Weitem nicht am Ziel“, stellte Wieandt klar. Die ersten neun Monate 2009 seien nicht zufriedenstellend. tmh

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