Finanzkrise : Österreich verstaatlicht Bank

Österreich verstaatlicht erstmals eine durch die Finanzkrise in akute Bedrängnis geratene Bank und rettet sie damit vor dem Zusammenbruch. Der Staat übernahm am Montag für symbolische zwei Euro 99,8 Prozent an Österreichs achtgrößter Bank Kommunalkredit.

WienÖsterreich verstaatlicht die angeschlagene Bank Kommunalkredit. Der Staat kauft den beiden Eigentümern - der Österreichischen Volksbank und der französisch-belgischen Dexia - ihre Anteile von insgesamt knapp 99,8 Prozent an dem Institut für symbolische zwei Euro ab, wie das Finanzministerium in Wien am Montag mitteilte.

Dafür müssen die beiden Banken aber eine Finanzspritze von zusammen 373 Millionen Euro an die Kommunalkredit geben. Der Staat kündigte eine zusätzliche Kapitalerhöhung von mindestens 100 Millionen Euro an. Die Kommunalkredit ist Finanzpartner der Bundesländer und von mehr als 60 Prozent der österreichischen Kommunen. Die 1958 gegründete Bank ist der achtgrößte Kreditgeber Österreichs.

Österreich hat ein Rettungspaket für seine Banken in Höhe von 100 Milliarden Euro aufgelegt - 15 Milliarden davon sind für Kapitalspritzen vorgesehen. In der vergangenen Woche war bereits die größte Bank, die Erste Bank, unter den Rettungsschirm des Staates geschlüpft und bekam eine Kapitalspritze von 2,7 Milliarden Euro. (nal/dpa/AFP)

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