Finanzkrise : US-Regierung verabreicht erste Finanzspritze

Für 125 Milliarden US-Dollar hat die US-Regierung Anteile an neun amerikanischen Großbanken gekauft. Damit bekommen die Banken die Hälfte der insgesamt 250 Milliarden Dollar, die für den Kauf von Bankaktien vorgesehen sind. Die Teilverstaatlichung stößt in den USA auf Kritik.

WashingtonDie US-Regierung hat den ersten neun Großbanken Finanzsspritzen aus ihrem Rettungspaket gewährt und wie geplant für 125 Milliarden US-Dollar (98 Milliarden Euro) Anteile von neun Großbanken gekauft. Wie das US-Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, erhielten die Banken Citigroup, JP Morgan Chase und Wells Fargo jeweils 25 Milliarden Dollar. An die Bank of America gingen 15 Milliarden, an Merrill Lynch, Goldman Sachs und Morgan Stanley jeweils 10 Milliarden Dollar. Zwei Milliarden Dollar gingen an die State Street Corp, drei Milliarden an die Bank of New York Mellon.

Die neun Banken bekommen damit die Hälfte der 250 Milliarden Dollar, die die Vereinigten Staaten im Rahmen ihres Mitte Oktober vorgestellten Rettungspakets für den Kauf von Bankaktien zur Verfügung stellen wollen. Die verbleibenden 125 Milliarden Euro sollen an kleinere Geldinstitute gehen. Die de facto Teilverstaatlichung war in den USA auf heftige Kritik gestoßen. Insgesamt umfasst das Rettungspaket der US-Regierung 700 Milliarden Dollar. (jar/AFP/dpa)

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