Finanzspritze : HSH Nordbank erhält mehrere Milliarden

Die überlebensnotwendige Kapitalerhöhung für die angeschlagene HSH Nordbank ist beschlossene Sache. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein werden drei Milliarden Euro in die Landesbank investieren.

Die Entscheidung fiel nach stundenlangen Verhandlungen einstimmig, wie der Versammlungsleiter und HSH-Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Peiner sagte. Die Länder werden künftig einen Anteil von insgesamt knapp 85 Prozent halten. Weitere Eigentümer sind die Sparkassen in Schleswig-Holstein und der US-Finanzinvestor J.C. Flowers. Da diese aber bei der Erhöhung des Grundkapitals nicht mitziehen wollen, wird sich ihr bisheriger Anteil von 40 Prozent stark verringern. Die Beteiligung von Flowers schrumpft auf unter zehn von derzeit noch rund 27 Prozent.

Nach monatelangen Differenzen hatten sich Hamburg und Schleswig-Holstein schließlich zu der notwendigen Kapitalaufstockung bereiterklärt. Aufgrund ihres Engagements in riskante Kredit- und Wertpapiere ist die Bank ins Straucheln geraten. 2008 war in Folge dessen ein Verlust von 2,7 Milliarden Euro angefallen. Im ersten Quartal lag er vor Steuern bei 188 Millionen Euro und damit doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal. Ohne frisches Eigenkapital hätte die Finanzaufsicht die Bank schließen müssen. (aku/dpa/rtr)

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