Finanzen : Freundlicher Wochenschluss

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Berlin Die deutschen Aktienmärkte erhielten zum Wochenschluss gleich von mehreren Seiten Unterstützung. So eröffneten die Märkte nach einem optimistischen Ausblick von Intel und dem etwas niedrigeren Ölpreis am Freitag zunächst zuversichtlich.

Weiter aufwärts ging es, als die US-Arbeitsmarktdaten besser ausfielen als erwartet. „Die Zahlen waren wie erwartet recht gut“, urteilte Aktienstratege Volker Borghoff von HSBC Trinkaus&Burkhardt in einer ersten Reaktion. „Wenn die Zahlen der neuen Stellen aber zu stark nach oben geschossen wären, hätte das die Zinsspekulationen wieder angeheizt.“

Doch es blieb die Unsicherheit der geopolitischen Lage und die Furcht vor wieder steigenden Ölpreisen. Und so agierten die Investoren trotz der positiven Grundstimmung ausgesprochen defensiv. „Die Anleger bleiben vorsichtig und haben den Fuß vielleicht nicht mehr auf der Bremse, aber zumindest noch über der Bremse“, sagte ein Aktienhändler. Die Investoren seien nervös, interpretierten Konjunkturstatistiken höchst unterschiedlich und sähen in guten Nachrichten noch keinen Grund für eine langfristige Anlage.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) konnte sich deshalb bis zum Schluss des Börsenhandels um immerhin 1,14 Prozent auf 3961,93 Punkte verbessern. Der Tec-Dax stieg um 1,2 Prozent auf 568,85 Zähler.

Zu den stärksten Werten im Dax gehörten die Aktien der Münchener Rück. Die Aktie legte um 2,4 Prozent auf 86,75 Euro zu. Zuvor hatte die Hypo-Vereinsbank ihre Gewinnprognosen 2004 und 2005 für den Versicherungskonzern erhöht. Auch Commerzbank legte 2,3 Prozent zu. Am Abend bestätigte das Institut, dass man über eine Kauf der Frankfurter ING-BHF-Bank verhandele. Gut im Rennen lagen auch die Titel der Deutschen Bank. Am anderen Ende der Skala fielen SAP und Lufthansa mit deutlichen Verlusten auf. Die Unsicherheit über eine künftige Zusammenarbeit mit der t Swiss lässt die Anleger vor Lufthansa-Aktien zurückschrecken.

An den deutschen Rentenmärkten zogen die Notierungen etwas an. Die Umlaufrendite gab auf 4,01 (Vortag 4,02) Prozent nach.

Der Dollar hat am Freitag nach unerwartet guten US-Arbeitsmarktdaten wieder an Wert gewonnen. Der Euro fiel zeitweise um gut einen halben US-Cent auf ein Tagestief von rund 1,2140 Dollar, erholte sich dann aber bei nervösem Handel wieder auf 1,22 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte dem Referenzkurs am Mittag bei 1,2203 (Vortag 1,2226) Dollar festgesetzt.

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