GELDMARKTFONDS : Im Sog der Krise

FÜR KURZFRISTIGE ANLAGEN

Geldmarktfonds investieren zu 100 Prozent in reine Geldmarktinstrumente, etwa Festgelder oder kurzlaufende, festverzinsliche Wertpapiere. Die Fonds eignen sich nach der Definition des Branchenverbandes BVI „besonders zur kurzfristigen Anlage und unterliegen kaum Kursschwankungen“. Der BVI zählt 242 Fonds dieser Kategorie, die Ende August ein Vermögen von knapp 105 Milliarden Euro verwalteten. Laut Gesetz dürfen in Fonds nur Papiere mit Restlaufzeiten unter zwölf Monaten liegen. Papiere, die länger laufen, müssen variabel verzinst sein. Keine Grenze setzt der Gesetzgeber für den Anteil, den ein Geldmarktfonds in sogenannte Asset Backed Securities (ABS) investieren darf.

ABS

Wertpapiere, die mit Forderungen besichert sind, müssen kein zusätzliches Risiko für den Anleger bedeuten. Stehen nämlich hinter den entsprechenden Konsumentenkrediten, Kreditkartenforderungen oder Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in Form von ABS verbrieft wurden, zahlungskräftige Verbraucher oder Unternehmen, ist die Ausfallwahrscheinlichkeit für den Käufer gering. Die Risiken werden durch die Verbriefung vielmehr breit gestreut. Die Krise auf dem US- Markt für Hypotheken schlechter Bonität hat allerdings dazu geführt, das auch „gute“ ABS unter Verdacht gerieten. Viele Fonds taten sich deshalb schwer, die Papiere zu verkaufen. Fondsanleger blieben ebenso auf ihren Anteilen sitzen, weil einige Gesellschaften die Rücknahme verweigerten. mot

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