Investments : Pleite für Hedge-Fonds von Bear Stearns

Der US-Finanzinvestor hat seinen Kunden eine bittere Pille verabreicht: Er musste ihnen mitteilen, dass zwei seiner milliardenschweren Hedge-Fonds kaum noch etwas wert sind.

New YorkDie New Yorker Investmentfirma Bear Stearns hat wegen der Krise auf dem US-Immobilienmarkt Kunden von zwei Hedge-Fonds mitgeteilt, dass ihre Investments fast völlig wertlos seien. Sie hatten Ende 2006 noch einen geschätzten Wert von 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro). Dies hat die "New York Times" berichtet. Bear Stearns wolle die Fonds im Laufe der Zeit abwickeln.

Der konservativere Fond, der High-Grade Structured Credit Strategies Fund, sei bis Ende Juni um 91 Prozent gefallen. Der High-Grade Structured Credit Strategies Enhanced Leverage Fund, der in großem Stil Kredite verwendet habe und größere Risiken eingegangen sei, habe kein Investorenkapital mehr.

Glänzende Leistungen bis zum Frühjahr

Die Hedge-Fonds hätten bis zum Frühjahr glänzende Leistungen erbracht. Dann war der Markt für riskante Hypotheken-Wertpapiere unter Druck gekommen. Die Hypotheken, die an private Bauherren mit einem schlechtem Kredit-Rating vergeben worden waren und die damit abgesicherten Wertpapiere, hatten in den vergangenen Wochen und Monaten wegen der Probleme im amerikanischen Immobilienmarkt massive Verluste verbucht.

Bear Stearns hatte im Juni mitgeteilt, dass man 1,6 Milliarden Dollar Kredite bereitstellen werde, um den konservativeren der beiden Fonds zu stützen. In einem Schreiben an die Investoren verwies die Investmentbank nach Angaben der Zeitung darauf, dass noch 1,4 Milliarden Dollar des Kredits verfügbar seien. Bear Stearns habe aber auch auf den beispiellosen Wertrückgang einer Anzahl von hoch bewerteten Wertpapieren verwiesen. Die Bear-Stearns-Aktien waren am Dienstag nachbörslich um 3,6 Prozent auf 134,90 Dollar gefallen. (mit dpa)

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