Kurseinbruch : Déjà-vu an der Wallstreet

Die Talfahrt auf dem New Yorker Parkett geht weiter: Wieder einmal gab es einen heftigen Kursrutsch und der Dow Jones schloss mit 200 Punkten Verlust bei rund 8175 Zählern.

Wallstreet
Unfassbar, aber die Kurse fallen weiter. -Foto: dpa

New YorkDie wichtigsten US-Aktienindizes haben am Montag belastet von anhaltenden Sorgen der Anleger vor einer tiefen Rezession erneut in den letzten Handelsminuten kräftig nachgegeben und schließlich sehr schwach geschlossen. Bereits am Freitag hatte der Dow Jones nach einem zunächst versöhnlich aussehenden Verlauf kurz vor Ende des Handels fast 200 Punkte verloren. Die Anleger machten sich weiterhin Gedanken über die Folgen der befürchteten negativen Wirtschaftsentwicklung auf die Unternehmen, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index verlor 2,42 Prozent auf 8175,77 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index büßte 3,18 Prozent auf 848,92 Zähler ein. Der Nasdaq Composite-Index rutschte um 2,97 Prozent auf 1505,90 Punkte ab. Der Nasdaq 100 fiel um 2,70 Prozent auf 1169,78 Zähler.

General Motors landet auf dem letzten Platz

Verizon Communications sprangen mit einem Aufschlag von 10,09 Prozent auf 27,61 US-Dollar mit weitem Abstand an die Spitze des Dow Jones. Der Telekomkonzern hatte im dritten Quartal mehr umgesetzt als von Experten erwartet und zudem einen zuversichtlichen Ausblick gegeben. Außer Verizon beendeten nur noch Home Depot (+2,16 Prozent auf 18,91 Dollar) und 3M Company (+1,27 Prozent auf 60,37 Dollar) den Handel im positiven Bereich.

General Motors (GM) fielen mit einem Abschlag von 8,40 Prozent auf 5,45 Dollar auf den letzten Indexplatz. Einem Pressebericht zufolge warten der Autobauer und Branchenkollege Chrysler, die seit Wochen über eine Fusion verhandeln, auf staatliche Hilfen. Für die beiden Unternehmen gebe es nur drei Optionen: Insolvenz, staatliche Unterstützung oder eine Fusion mit massivem Einsparpotenzial, schrieb das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Auch Walt Disney verliert

Ein Bericht des selben Blattes über einen deutlichen Anstieg der Ausfallrate bei Krediten zur Finanzierung von Computern, Software und anderen Produkten im laufenden Jahr lastete auf den Technologietiteln. So verloren Hewlett-Packard 3,88 Prozent auf 31,18 Dollar. Microsoft rutschten um 3,55 Prozent auf 21,18 Dollar ab. IBM gaben 2,94 Prozent auf 79,66 Dollar ab.

Walt Disney verloren 5,48 Prozent auf 21,37 Dollar, nachdem sich ein Analyst kritisch zu den Aussichten von Titeln aus der Unterhaltungsbranche geäußert hatte. Diese dürften im vierten Quartal und im kommenden Jahr unter der Zurückhaltung der Werbeindustrie leiden, hieß es bei Goldman Sachs.

Der US-Rentenmarkt entwickelte sich uneinheitlich. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verloren 5/32 Punkte auf 102 12/32 Zähler. Die Rendite stieg auf 3,706 Prozent. Der Euro kletterte über 1,25 US-Dollar und kostete zuletzt 1,2503 Dollar. (sba/dpa)

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