Finanzen : LEBENSVERSICHERUNG

ANLAGE ODER RISIKOVORSORGE

Zu unterscheiden sind Kapital- und Risikolebensversicherung. Während Letztere nur das Risiko eines frühen Todes des Versicherten abdeckt, ist die Kapitallebensversicherung eine Kapitalanlage. Am Laufzeitende wird das gesparte Kapital plus Zinsen ausgezahlt. Versicherer müssen in Höhe der Versicherungsansprüche Vermögenswerte vorhalten. Sie werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht.

GARANTIEZINS

Das eingezahlte Geld wird per Garantiezins und Überschussbeteiligung vermehrt. Die Höhe des Garantiezinses orientiert sich an der zehnjährigen Bundesanleihe. Danach kann er maximal 60 Prozent der langfristigen Durchschnittsrendite dieser Wertpapiere betragen. Aktuell ist der Satz so niedrig wie nie: 2,25 Prozent. Hinzu kommt, dass der Garantiezins nur auf den Beitragsteil gezahlt wird, der in den Sparanteil geht. Kosten für Verwaltung, Provisionen und Risikovorsorge werden vorher abgezogen.

ÜBERSCHUSSANTEIL

Über den Garantiezins hinaus erzielen die Gesellschaften in der Regel Überschüsse. An diesen Einnahmen müssen die Versicherten angemessen beteiligt werden. Ausgezahlt wird vor allem zum Vertragsende. Deswegen ist eine vorzeitige Kündigung – 50 Prozent der Fälle – ein Verlustgeschäft für Anleger.

STEUERN

Nach altem Recht sind Auszahlungen am Ende der Laufzeit steuerfrei, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre lief und die Beitragszahlung minimal fünf Jahre erfolgte. Für Verträge ab 2005 wird der Ertragsanteil am Ende zur Hälfte mit dem individuellen Steuersatz versteuert. Voraussetzung: zwölf Jahre Laufzeit und Auflösung nach Vollendung des 60. Lebensjahres.

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