Finanzen : Leichte Gewinne

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Berlin Der Deutsche Aktienindex hat sich am Donnerstag über der Linie von 3900 Punkten stabilisiert. Händler meinten, der leicht fallende Ölpreis festige die Stimmung etwas, aber ein ängstlicher Grundton bleibe bestehen. Am Nachmittag erhielt der Leitindex dann weitere Unterstützung durch die Konjunkturdaten aus den USA. Allerdings seien die Nachrichten „einen Tick“ schlechter ausgefallen als erwartet. „Die Aktienmärkte sind immer noch ziemlich richtungslos und schauen auf das Öl als Katalysator für Auf- oder Abwärtsbewegungen“, sagte Chefstratege Mark Tinker von Execution Limited. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der in den USA führenden Öl-Sorte Crude Light rutschte am Donnerstag unter die psychologisch wichtige Marke von 40 US-Dollar und lag damit rund zwei Dollar unter dem Mitte des Monats markierten Rekordstand.

Zum Schluss des Xetra-Handels notierte der Dax dann bei 3913,33 Punkten ein Plus von 1,18 Prozent. Auch der M-Dax verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 4844,36 Zähler und der Tec-Dax, der die Entwicklung bei den technologieorientierten Werten widerspiegelt, legte 0,74 Prozent auf 563,01 Punkte zu. Börsianer warnten allerdings davor, die Kursbewegungen angesichts der unterdurchschnittlichen Umsätze überzubewerten.

Zu den stärksten Werten im Dax gehörten die Aktien von Bayer. Der Pharma- und Chemiekonzern wird wegen einer weltweit außergewöhnlich starken Nachfrage seine Preise für Polyurethan-Rohstoffe zum 1. Juni erhöhen. Auch Lufthansa-Titel konnten kräftige Kursgewinne verbuchen, weil die Belastung durch die Treibstoffkosten bald wieder sinken dürfte.

Der Rentenmarkt zeigte sich etwas fester. Die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere fiel auf 3,94 (Vortag: 3,97) Prozent, der Rex-Rentenindex stieg auf 117,48 (117,33) Punkte. Der Bund-Future gewann 0,1 Prozent auf 113,41 Punkte.

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag im Nachmittagshandel nach oben geschossen und konnte auch bis in die Abendstunden weiter zulegen. Da wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2275 Dollar notiert. Dies ist der höchste Stand seit dem 2. April. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2165 (Mittwoch: 1,2106) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8220 (0,8260) Euro. „Für den deutlichen Kursanstieg beim Euro im Nachmittagshandel gibt es keinen offensichtlichen Grund“, sagte Michael Burckhart, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen.

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