Finanzen : Mehr Geld für die Information von Verbrauchern

Berlin - Der Verbraucherzentrale-Bundesverband (vzbv) hat eine Beteiligung der Wirtschaft an den Kosten für die unabhängige Verbraucherberatung gefordert. Alle Branchen, die viel Geld an den Verbrauchern verdienten und Beratungsbedarf erzeugten, sollten „sich an den Kosten beteiligen“, sagte vzbv-Chef Gerd Billen am Mittwoch. 60 Prozent der Anfragen bei Verbraucherzentralen kämen derzeit beispielsweise aus dem Bereich Telekommunikation. Er habe den Eindruck, die Verbraucherzentralen seien „die steuerfinanzierte Beschwerdestelle“ der Telekommunikationsbranche. Dies dürfe nicht sein. Weitere Dauerbrenner-Themen seien Gewinnspiele und Energietarife, sagte Billen.

Die Verbraucherzentralen bräuchten mehr Geld, um angemessen beraten zu können, sagte Billen dem Sender Deutschlandradio. Der Beratungsbedarf habe sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erhöht. Es gehe heute nicht mehr nur um die Bewertung etwa der Qualität von Haushaltsgeräten, sondern um Fragen wie die private Altersvorsorge oder Gesundheitsfragen. AFP

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