Finanzen :  NACHRICHTEN 

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Versicherungskunden bekommen Einsicht in „Schwarze Liste“

Berlin - Versicherungskunden können nach Angaben der Stiftung Warentest auf Antrag Einsicht in die „Schwarze Liste“ der Versicherungen bekommen. Das „Hinweis- und Informationssystem“ der Versicherer umfasst derzeit etwa 9,5 Millionen Einträge, wie die Zeitschrift „Test“ der Stiftung Warentest berichtet. Ein Eintrag kann der Grund sein, dass ein Verbraucher abgelehnt wird, wenn er eine neue Versicherung abschließen will. Auf die Liste kam zum Beispiel bisher, wer zweimal im Jahr eine Deckungszusage bei der Rechtsschutzversicherung einholte, wie die Verbraucherschützer berichten. Nach einer Reform der Liste auf Druck der Datenschützer gelten jetzt vier Rechtsstreitigkeiten pro Jahr als Meldegrenze. Probleme kann es auch in der Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung für Menschen geben, die wegen Vorerkrankungen als „schlechte Risiken“ gelten. Seit April müssen die Versicherer Kunden Bescheid geben, wenn sie einen neuen Eintrag in dem System vornehmen. Wer aber bereits auf der „Schwarzen Liste“ steht, wird nicht nachträglich informiert. Weitere Informationen sind unter der kostenlosen Rufnummer 0800- 3399399 erhältlich. (AP)

BGH stärkt Anlegerrechte bei Falschberatung

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte von Anlegern gestärkt. Verschweigt ein Bankberater, dass das Kreditinstitut durch verdeckte Rückvergütungen von den empfohlenen Wertpapiergeschäften profitiert, dann muss sich die Bank vor Gericht entlasten. Gelingt ihr dieser Beweis nicht, dann haftet sie dem Anleger wegen vorsätzlicher Falschberatung, heißt es in einem am Mittwoch in Karlsruhe veröffentlichten Urteil. In dem Fall, der den BGH bereits zum zweiten Mal beschäftigt hat, hat eine GmbH nach Beratung durch die Bank im Jahr 2000 knapp 250 000 Euro in Aktien und Aktienfonds investiert. Dabei verschwieg der Bankberater dem Kunden, dass die Bank aus den zwischen drei und fünf Prozent liegenden Ausgabeaufschlägen der Fonds Rückvergütungen erhielt – und damit ein eigenes Interesse an den Geschäften hatte. Nach einem Kursabsturz wollte der GmbH-Geschäftsführer die Geldanlage rückgängig machen. Dafür bestehen nach dem BGH-Urteil gute Chancen. Nach den Worten der Richter trägt die Bank die Beweislast dafür, dass sie den Kunden nicht vorsätzlich falsch beraten hat (Aktenzeichen: XI ZR 586/07 vom 12. Mai 2009). (dpa)

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