Finanzen :  NACHRICHTEN 

Beteiligte fordern stärkere Aufsicht

über „grauen Kapitalmarkt"

Berlin - Gewerkschaften, Verbraucherschützer sowie Verbände und Institutionen aus dem Finanzwesen fordern eine strengere staatliche Überwachung des milliardenschweren „grauen Kapitalmarktes“ in Deutschland. Zum gesetzgeberischen Vorgehen, zum Umfang der Aufsicht und den konkreten Maßnahmen gibt es aber unterschiedliche Vorstellungen, wie aus Stellungnahmen zur Öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses im Bundestag am Mittwoch hervorging. Zum „grauen Kapitalmarkt“ werden Anlageformen wie geschlossene Fonds, stille Beteiligungen und Genussrechte gezählt. Nach Schätzungen der Stiftung Warentest verlieren Anleger und Verbraucher in Deutschland jedes Jahr 30 Milliarden Euro durch solche Anlagen. rtr

Postbank-Kunden bekommen Geld von der Tankstelle

Bonn - Postbank-Kunden können künftig an Tankstellen auch Geld abheben. Der Service soll bis Mitte kommenden Jahres an insgesamt 1300 Shell-Stationen in ganz Deutschland angeboten werden, wie ein Postbank-Sprecher am Mittwoch in Bonn sagte. Bislang seien erst einige Test-Tankstellen in Hamburg mit der nötigen Technik ausgestattet. In den kommenden Wochen kämen weitere Stationen hinzu, darunter auch in Berlin. AFP

Experten raten zu Vorsicht

bei hochverzinsten Aktienanleihen

Frankfurt am Main - Anlageexperten raten zu Vorsicht bei lukrativ erscheinenden Aktienanleihen. Zwar würden derzeit weit über dem Marktdurchschnitt liegende Zinsen von bis zu 15 Prozent geboten, hieß es bei der ING-Diba in Frankfurt am Main. Die Risiken seien aber sehr hoch. Die ausgebende Bank dürfe bei Fälligkeit wählen, ob sie das eingesetzte Kapital in Geld oder in einer zuvor festgelegten Zahl von Aktien zurückzahlt. Seien beispielsweise für 1000 Euro Nennwert 200 Aktien eines bestimmten Unternehmens vereinbart, bekäme der Anleger bei einem Kurseinbruch auf 2,50 Euro pro Aktie nur noch die Hälfte seines Einsatzes zurück – trotz der hohen Zinsen unter Umständen ein sattes Minusgeschäft.AP

Kompromiss zu Telefonberatung durch Banken gefährdet

Berlin - Der in der großen Koalition vor zwei Wochen erzielte Kompromiss zum Schutz von Bankkunden vor Falschberatung steht auf der Kippe. Die Union habe die Vereinbarung mit der SPD aufgekündigt, schreibt die „Financial Times Deutschland“. Der Kompromiss sah vor, dass Bankkunden von Telefonberatungen ein schriftliches Protokoll erhalten. Anleger sollten ein einwöchiges Rücktrittsrecht erhalten, sofern das Protokoll fehlerhaft oder unvollständig ist. AFP

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