Finanzen : NACHRICHTEN

Kein Rücktritt von geschlossenem Immobilienfonds

Luxemburg - Wer anlässlich eines Vertreterbesuchs einem geschlossenen Immobilienfonds beitritt, kann dies wohl nicht nach den Regeln für Haustürgeschäfte widerrufen. Diese Ansicht hat jedenfalls die einflussreiche Rechtsgutachterin beim Europäischen Gerichtshof (EuGH), Verica Trstenjak, in Luxemburg vertreten. Das Urteil wird für den kommenden Winter erwartet. Der EuGH ist dabei nicht an die Gutachten gebunden, er folgt ihnen aber in den meisten Fällen. (Az: C-215/08) Bei einem geschlossenen Immobilienfonds suchen meist Vermittlungsgesellschaften Investoren für den Kauf und die gemeinsame Bewirtschaftung bestimmter Immobilien. Sind genügend Investoren beigetreten, um das Projekt zu finanzieren, so wird der Kreis der Gesellschafter „geschlossen“, ein Beitritt neuer Gesellschafter ist nicht mehr möglich. Umgekehrt ist bei einer solchen Konstruktion auch der Ausstieg schwer. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) können die Gesellschafter sogar verpflichtet sein, neues Geld nachzuschießen. Vom EuGH wollte der BGH aber wissen, ob gegebenenfalls ein Widerruf nach der europäischen Haustürgeschäfterichtlinie möglich ist. Generalanwältin Trstenjak ist der Meinung, dass die Richtlinie in diesem Fall nicht anwendbar ist. AFP

Verbraucherministerin Aigner will den Schutz von Anlegern verbessern

Berlin - Verbraucherministerin Ilse Aigner will den Schutz von Anlegern weiter verbessern. Ein Jahr nach Beginn der Finanzkrise, in deren Verlauf viele Kleinanleger ihr Erspartes verloren haben, kündigte die CSU-Politikerin an, eine Mindestqualifikation für Finanzberater einführen zu wollen. Auch Informationsblätter für Finanzprodukte sollen gesetzlich vorgeschrieben werden, falls sie Anlegern nicht freiwillig gegeben würden. Aigner sagte im Südwestrundfunk, in der nächsten Legislaturperiode stehe die Ausbildung von Finanzberatern an.AP

Verbraucherzentrale warnt vor unseriösen Jobofferten

Hamburg - Wenn Nebenverdienste von einer Vorauszahlung des Bewerbers abhängig sind, müssen Unternehmen in ihren Anzeigen laut Verbraucherzentrale auch darauf hinweisen. In einem Beschwerdefall hatte eine Frau für die Aufnahme in eine Datei von Produkttestern zunächst mehr als 200 Euro zahlen sollen, wie die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet. Arbeitssuchende würden immer häufiger mit unseriösen Nebenverdienstangeboten geködert. Eine Liste einiger unseriöser Anbieter hat die Verbraucherzentrale im Netz veröffentlicht:

www.vzhh.de

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