Finanzen :  NACHRICHTEN 

BFH erlaubt Steuerabzug

für heimisches Arbeitszimmer

München - Lehrer und andere Arbeitnehmer, die große Teile ihrer Arbeit zu Hause erledigen, können wieder auf steuerliche Erleichterungen hoffen. Der Bundesfinanzhof (BFH) in München hat „ernstliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Abzugsverbots für häusliche Arbeitszimmer“, heißt es in einem am Mittwoch bekannt gegebenen Beschluss von Deutschlands obersten Finanzrichtern (AZ: VI B 69/09).

Seit 2007 können Arbeitnehmer ein häusliches Arbeitszimmer nur noch dann steuerlich als Werbungskosten geltend machen, wenn es den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet. Das ist in aller Regel aber nicht der Fall. So wird etwa der heimische Schreibtisch von Lehrern als Privatsache behandelt, auch wenn sie zu Hause ihren Unterricht vorbereiten und je nach Fächerkombination auch die Schulferien daheim mit Korrekturen verbringen.

Im konkreten Streitfall hatte ein Lehrerehepaar aus Niedersachsen geklagt, dem kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Mit einem Eilbeschluss verpflichtete der BFH das Finanzamt, die Ausgaben für ihre Arbeitszimmer bis auf weiteres wieder auf den Lohnsteuerkarten einzutragen. Allgemein will sich der BFH im Hauptverfahren mit der Frage beschäftigen. AFP

Wechsel der Versicherungen

kann Geld sparen

Heilbronn - Wer durch einen Versicherungswechsel Geld sparen will, sollte bis spätestens 30. September seine Unterlagen genau überprüfen. Insbesondere Haftpflicht-, Hausrat-, Wohngebäude-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen müssen in vielen Fällen bis Monatsende gekündigt werden, wenn ab 2010 eine neue Versicherung abgeschlossen werden soll. Das teilte die Interessenvereinigung der Versicherten, Sparer und Kapitalanleger „Geld und Verbraucher“ mit. Wer überflüssige Verträge kündigt, kann den Angaben zufolge bis zu 500 Euro pro Jahr einsparen. AP

BGH-Urteil stärkt Schutz überschuldeter Verbraucher

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat den Schutz überschuldeter Verbraucher vor zweifelhaften Schuldnerberatern gestärkt. Nach einem am Dienstag veröffentlichten Urteil müssen Vermittler eines Schuldenregulierers ausdrücklich darauf hinweisen, falls der Anbieter über keine Rechtsberatungserlaubnis verfügt und deshalb weitere Kosten für einen Rechtsanwalt anfallen (AZ: I ZR 166/06). In Deutschland gibt es den Verbraucherzentralen zufolge zwischen drei und vier Millionen überschuldete Privathaushalte, denen immer mehr gewerbliche Anbieter ihre Hilfe anbieten. AFP

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