New Yorker Börse : Schnäppchenjäger sorgen für massive Kursgewinne

Auftrieb an der Wall Street: Schnäppchenjäger haben am Dienstag bei den wichtigsten US-Aktienindizes für massive Kursgewinne gesorgt. Nahezu alle wichtigen Indizes legten um knapp elf Prozent zu, der Dow Jones endete zum ersten Mal seit einer Woche wieder bei über 9000 Punkten.

Dow Jones
Endlich einmal wieder fröhliche Gesichter: Börsianer in New York. -Foto: AFP

New YorkErholung an den Börsen. Anleger seien wieder risikofreudiger und hätten bei den zuletzt deutlich gefallenen Dividendentiteln ordentlich zugegriffen, sagten Händler. Richtig in Fahrt kamen die Börsen allerdings erst in den beiden letzten Handelsstunden, zuvor hatten sich die Indizes erneut auf einer Berg- und Talfahrt befunden. Negative Konjunkturdaten wurden Marktteilnehmern zufolge ignoriert, die Anleger setzten vielmehr auf weitere Leitzinssenkungen durch die Notenbank. Das zweitägige Treffen der Federal Reserve endet am morgigen Mittwoch mit Bekanntgabe der Zinsentscheidung.

Der Dow-Jones-Index legte schließlich um 10,88 Prozent auf 9065,12 Zähler zu. Alle Titel im Index notierten weit in der Pluszone, so konnte der schwächste Wert immer noch um sechseinhalb Prozent zulegen. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 10,79 Prozent auf 940,50 Zähler. Der Nasdaq Composite-Index kletterte um 9,53 Prozent auf 1649,47 Punkte. Der Nasdaq 100 legte um 10,92 Prozent auf 1297,57 Zähler zu.

Alcoa erobert die Dow-Jones-Spitze

Alcoa sprangen mit einem Aufschlag von 19,25 Prozent auf 10,78 US- Dollar an die Spitze des Dow Jones. Händler verwiesen auf die wieder steigenden Rohstoffpreise als Grund für die Gewinne bei dem Aluminiumkonzern. Auch Ölkonzerne wie ExxonMobil (+13,27% auf 74,86 Dollar) und Chevron (+13,47% auf 70,02 Dollar) gehörten zu den größten Gewinnern.

Boeing legte als zweitbester Indexwert um 15,46 Prozent auf 48,91 Dollar zu. Bei dem Flugzeugbauer ist nach fast zwei Monaten ein Ende des teuren Mechaniker-Streiks in Sicht. Das Unternehmen und die Gewerkschaft der 27.000 Mechaniker einigten sich in der Nacht zum Dienstag auf einen neuen Tarifvertrag. Die Mitarbeiter müssen die Vereinbarung nun noch in einer Abstimmung billigen, die auf die kommenden Tage angesetzt werden soll.

Milliardenkredti für GM wird vorbereitet

General Motors (GM) gewannen 14,68 Prozent auf 6,25 US-Dollar. Die US-Regierung bereitet laut einem Zeitungsbericht einen Milliardenkredit für den angeschlagenen Autohersteller vor. Der Opel- Mutterkonzern könnte etwa fünf Milliarden Dollar bekommen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Quellen. Das Geld käme aus dem zugesagten Paket von 25 Milliarden Dollar für die Entwicklung sparsamerer Autos.

Aber nicht alle Aktien endeten an diesem Handelstag im positiven Terrain. So brachen Whirlpool um 8,32 Prozent auf 45,87 Dollar ein. Der weltweit größte Hersteller von Haushaltsgeräten hatte seine Prognosen für das laufende Jahr gesenkt. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Gewinn je Aktie von 5,75 bis 6,00 Dollar je Aktie. Bisher hatte die Voraussage bei 7,00 bis 7,50 Dollar gelegen. Grund sind höher als erwartete Kosten für Restrukturierungen.

Leichtere Entwicklung im US-Rentenmarkt

An der Nasdaq legte Google getrieben von einer positiven Analystenäußerung um 11,89 Prozent auf 368,67 Dollar zu. Händlern zufolge haben die Credit Suisse-Experten die Beobachtung für den Internetwert mit "Outperform" und einem Ziel von 400 Dollar aufgenommen.

Der US-Rentenmarkt entwickelte sich leichter. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verloren 1 9/32 Punkte auf 101 6/32 Zähler. Die Rendite stieg auf 3,850 Prozent. Der Euro kletterte über 1,27 US-Dollar und kostete zuletzt 1,2710 Dollar. (sba/dpa)

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