Finanzen : Ölpreis verunsichtert

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Berlin Zum Wochenausklang standen die deutschen Märkte zunächst wieder stark unter Druck. Vor allem der unaufhaltsam steigende Ölpreis, der erneut ein Rekordniveau erreichte verdarb den Anlegern die Stimmung. Es gilt nur noch eine Frage der Zeit, bis an der New Yorker Warenterminbörse die Marke von 50 Dollar überschritten wird. Auch Meldungen, dass der Aufschwung der Weltwirtschaft weiter an Fahrt zunimmt – trotz des teuren Öls – halfen da kaum. Erst am Nachmittag erholten sich die Notierungen in Deutschland etwas, weil die US-Börsen fester eröffneten. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging mit einem Minus von 0,28 Prozent bei 3712,61 Punkten aus dem Handel. Zwischenzeitlich war er sogar bis auf 3690 Zähler gesackt. Der Technologieindex Tec-Dax verzeichnete einen Rückgang von 0,46 Prozent auf 468,35 Punkte.

Unter den Dax-30-Werten gab es zehn Gewinner, zwei blieben unverändert. Am Morgen hatten sogar 27 Kurse Minuszeichen aufgewiesen. Spitzenreiter war die Aktie von Fresenius Medical Care mit plus 1,31 Prozent auf 60,30 Euro – allerdings ohne wichtige neue Nachrichten.

Stark unter Druck gerieten dagegen erneut die beiden Touristikwerte. Der steigende Ölpreis und die damit immer höheren Treibstoffkosten drückten den Kurs der Lufthansa um 1,82 Prozent auf 9,15 Euro. Bei der Aktie von Europas größtem Reiseveranstalter, Tui, gab es ein Minus von 1,70 Prozent auf 15,07 Euro. Die WestLB hatte zuvor bestätigt, dass sie den möglichst vollständigen Verkauf ihrer 31,3-Prozent-Beteiligung an Europas größtem Reisekonzern plant. Der Titel ist zudem weiter vom Abstieg aus dem Dax bedroht. Momentan kursierten viele Spekulationen am Markt, die für Kursschwankungen bei Tui sorgten, sagte Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite auf 3,76 (Vortag: 3,79) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 118,64 Punkte. Der Bund Future war um 0,11 Prozent fester bei 115,75 Punkten. Der Euro gab etwas nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2293 (1,2359) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8135 (0,8091) Euro.Tsp

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