Prognose : Dresdner Bank: Trotz Finanzmarktkrise "keine tiefe Rezession"

Die Volkswirte der Dresdner Bank machen Mut: Trotz der zugespitzten Finanzmarktkrise erwarten sie "keine tiefe Rezession" in Deutschland. Sie setzen auf eine Belebung der Konjunktur im kommenden Jahr.

Frankfurt/Main"Die deutsche Wirtschaft steuert auf eine Stagnation im zweiten Halbjahr 2008 zu", sagte Michael Heise, Chefvolkswirt von Allianz und Dresdner Bank am Dienstag in Frankfurt. Die Wirtschaft dürfte im laufenden Jahr wie erwartet um 1,8 Prozent wachsen. Für 2009 senkten die Experten jedoch ihre Prognose deutlich von 2,2 Prozent auf jetzt 0,7 Prozent. "Vor allem wegen der Finanzmarktkrise haben sich zum Herbst die Stimmungsindikatoren weiter eingetrübt, auch die harten Daten geben kaum Anlass zum Optimismus", sagte Heise.

Die Experten sehen aber gute Voraussetzungen für eine Konjunkturbelebung im nächsten Jahr. Voraussetzung sei jedoch, dass die Finanzmarktkrise in den ersten Monaten 2009 allmählich an Brisanz verliere. Sowohl von den Ölpreisen als auch der Wechselkursentwicklung sei 2009 eine deutliche Entlastung zu erwarten. "Der private Konsum wird die leichte Erholung im Jahr 2009 treiben", sagte Heise. Bei den nominal verfügbaren Einkommen sei im kommenden Jahr ein deutliches Plus zu erwarten. Insgesamt dürfte der private Verbrauch um 0,9 Prozent wachsen. Vom Außenhandel seien angesichts des verschlechterten weltwirtschaftlichen Umfelds hingegen keine Impulse zu erwarten. (mfa/dpa)

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