So war der Tag : Abu Dhabi hebt die Stimmung

Die Erleichterung über eine milliardenschwere Geldspritze für das angeschlagene Emirat Dubai hat dem deutschen Aktienmarkt am Montag Gewinne beschert. Der Schwung ließ im Verlauf des Handelstages aber etwas nach.

Die Erleichterung über eine milliardenschwere Geldspritze für das angeschlagene Emirat Dubai hat dem deutschen Aktienmarkt am Montag Gewinne beschert. Der Schwung ließ im Verlauf des Handelstages aber etwas nach. „Die US-Börsen kommen nicht so fest rein wie viele erwartet hatten. Das Thema Dubai ist schon wieder ein wenig verpufft“, sagte ein Händler. In New York notierten die Kurse zum Auftakt nur leicht über dem Freitagsschlussstand. Der Dax kletterte bis zum Handelsschluss um 0,8 Prozent auf 5802 Zähler und nahm damit wieder das Mitte Oktober erreichte Jahreshoch von 5888 Punkten ins Visier. Für den M-Dax ging es um 0,7 Prozent auf 7349 Punkte nach oben. Der Tec-Dax lag 0,3 Prozent höher bei 813 Punkten.

Händlern zufolge zeigten sich die Anleger erleichtert, dass Abu Dhabi seinem angeschlagenen Nachbarn zehn Milliarden Dollar als Unterstützung zur Verfügung stellt. Die Börsenkurse in Dubai kletterten um mehr als zehn Prozent. In Abu Dhabi stiegen die Kurse um fast acht Prozent.

Deutsche Finanzwerte profitierten von der besseren Stimmung am Markt. So kletterten die Papiere der Allianz um bis zu 1,8 Prozent – am Abend blieb noch ein Plus von 0,2 Prozent übrig. Titel von Munich Re verteuerten sich um 1,1 Prozent, Deutsche-Bank-Aktien gewannen 3,4 Prozent. Stahlwerte waren ebenfalls gefragt. Thyssen-Krupp-Titel gewannen 2,3 Prozent, Anteilsscheine von Salzgitter stiegen um 2,3 Prozent und Papiere von Klöckner & Co (KlöCo) arbeiteten sich um 4,7 Prozent vor. Konsumwerte hingegen wurden von den Anlegern mit spitzen Fingern angefasst. Die Titel von Metro präsentierten sich mit einem Minus von 0,1 Prozent schwach, Papiere von Douglas Holding verloren 0,2 Prozent. Am dritten Adventswochenende erzielten die deutschen Einzelhändler nicht den erhofften Umsatz.

Anleger am deutschen Derivatemarkt waren zu Wochenbeginn auf der Hut. Sie setzten überwiegend auf fallende Kurse. „Der Markt ist am oberen Ende der momentanen Handelsspanne angekommen, jetzt denken viele, dass der Dax auf 5600 Punkte heruntergehen könnte“, sagte ein Händler. Die Zahlungsprobleme von Griechenland und Dubai hätten schließlich bislang die erhoffte Jahresendrallye ausgebremst.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,89 (Freitag: 2,92) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,01 Prozent auf 124,35 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,29 Prozent auf 123,04 Punkte. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4647 (1,4757) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6827 (0,6776) Euro. Tsp

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