So war der Tag : Alcoa bringt Dax in Schwung

Erfreuliche Quartalszahlen des US-Aluminiumkonzerns Alcoa haben dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag wieder auf die Beine geholfen. Nach fünf Verlusttagen in Folge stieg der Dax bis zum Handelsschluss um 1,3 Prozent auf 4630 Zähler. Für den M-Dax der mittelgroßen Werte ging es um 1,1 Prozent auf 5550 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax rückte um ein Prozent auf 613 Punkte vor. Zudem hätten jüngste Konjunkturdaten aus den USA positiv überrascht, sagten Börsianer: In den Vereinigten Staaten ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche unerwartet deutlich gefallen.

Profiteure der erfreulichen Zahlen von Alcoa waren vor allem Stahlwerte wie ThyssenKrupp (plus 1,4 Prozent) und Salzgitter (plus 2,4 Prozent). Der führende US-Aluminiumkonzern schrieb zwar wegen der Wirtschaftskrise bereits das dritte Quartal in Folge rote Zahlen, dennoch schnitt das Unternehmen in den vergangenen drei Monaten weniger schlecht ab als von Experten befürchtet.

Auch die Titel von Automobilherstellern erfreuten sich hoher Nachfrage. Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler begründete die Gewinne mit der wieder etwas gestiegenen Risikobereitschaft der Anleger im freundlichen Marktumfeld. Dies verhelfe auch Papieren von exportorientierten Unternehmen zu Kursgewinnen. Insofern rückten die Papiere von Daimler um 2,7 Prozent vor. Die Titel von BMW stiegen um 2,2 Prozent. Angesichts der positiven Marktstimmung notierten auch Finanzwerte wie Commerzbank (plus 1,5 Prozent) und Deutsche Bank (plus 4,6 Prozent) klar im Plus. Die Deutsche Bank war am Abend stärkster Dax- Wert. Am Ende lag das Papier von Adidas (minus 1,6 Prozent).

Im M-Dax der 70 wichtigsten Nebenwerte übernahmen die Titel von Fielmann die rote Laterne. Die Anleger reagierten verschnupft auf die vor der Hauptversammlung vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal und straften die Papiere mit einem Minus von 2,1 Prozent ab. Einen Kurssprung um 13,5 Prozent legten die im Tec-Dax notierten Papiere von Solon hin. Der Berliner Solarmodulhersteller hatte den Zuschlag für ein Pilotprojekt in Kalifornien erhalten.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere am Donnerstag auf dem Vortageswert von 3,04 Prozent. Der Bund Future sank um 0,26 Prozent auf 121,84 Punkte. Der Rentenindex aber stieg um minimale 0,03 Prozent auf 122,34 Punkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro auf 1,3990 (Mittwoch: 1,3901) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7148 (0,7194) Euro. Tsp

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