So war der Tag : Angst vor dem Hexensabbat

Der Dax hat am Donnerstag trotz leichter Verluste die Marke von 6000 Punkten knapp verteidigt. Der Deutsche Leitindex schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 6012 Punkte.

 Für den M-Dax mittelgroßer Werte ging es um 0,4 Prozent auf 7987 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax verlor 0,9 Prozent auf 823 Punkte.

Gerüchte über eine Diskontsatzerhöhung in den USA sorgten im späten Handel für Verluste. Viel Glauben wurde diesen Spekulationen aber nicht geschenkt. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die USA einen Tag vor dem Hexensabbat die Zinsen erhöhen und damit Verwerfungen am Terminmarkt riskieren würden“, sagte ein Börsianer. Der Diskontsatz sei schließlich nicht der Leitzins. Zudem sei positiv, dass wenigstens die Marke von 6000 Punkten verteidigt wurde. Hexensabbat werden die Tage genannt, an denen an der Terminbörse Eurex die Terminkontrakte auslaufen. Die Nachrichtenlage belebte sich dank einiger Bilanzpressekonferenzen sowie durch Neuigkeiten ausländischer Wettbewerber aber wieder spürbar.

Adidas zogen an der Dax-Spitze um 3,3 Prozent an und profitierten damit von starken Zahlen des US-Konkurrenten Nike. Bayer schlossen mit minus 1,3 Prozent. Mehrere Analysten diskutierten die Aussagen der Managements auf einem Investorentreffen am Vortag. Einige befürchten ein schwaches erstes Quartal. Bei Eon herrschte Unsicherheit über die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke, was die Aktie um 0,8 Prozent ins Minus drückte.

In Europa schlossen die Börsen mit Verlusten. Der Euro-Stoxx 50 rutschte um 0,6 Prozent auf 2913 Zähler ab, auch in London und Paris gab es Verluste. In New York schwächelte der Dow Jones zuletzt etwas .

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,74 (Vortag 2,76) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 125 Punkte. Der Bund Future gewann 0,08 Prozent auf 123,26 Punkte. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3660 (1,3756) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7321 (0,7270) Euro.

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