So war der Tag : Auf und Ab

Die deutschen Aktien notierten am Mittwoch im Handelsverlauf uneinheitlich. Der Leitindex Dax stieg nach einem Auf und Ab der Kurse bis zum Abend leicht um 0,5 Prozent auf 4804 Punkte.

Wegen der geringen Umsätze änderte der Index seine Richtung schnell, so dass er zeitweise bis zu 1,2 Prozent zugelegte oder bis zu 0,7 Prozent verlor. Der M-Dax mittelgroßer Werte gewann 1,5 Prozent auf 5395 Zähler. Der Tec-Dax verlor dagegen 0,8 Prozent auf 478 Punkte.

Nachrichten über eine bevorstehende Einigung auf ein Rettungspaket für die US-Autobauer und eine freundliche US-Börse stützten die Kurse. Händler mochten aber nicht von einem Trend sprechen. „Der Handel wird von technischen Faktoren geprägt“, sagte ein Marktteilnehmer. Die prinzipielle Einigung über das 15 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket für GM, Ford und Chrysler wurde an den Märkten positiv aufgenommen.

Daimler-Aktien legten bis zu 3,8 Prozent zu, fielen aber ebenso wie BMW- und VW-Aktien wieder zurück. Der Autozulieferer und Dax-Absteiger Continental senkte angesichts der Krise in der Automobilindustrie seine Gewinnprognose und will die Dividende streichen. Es werde erwogen, von der Auszahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2008 abzusehen, um den konsequenten Abbau der Finanzverbindlichkeiten zu unterstützen, teilte Conti nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Die Aktie hielt sich mit 3,1 Prozent im Plus.

Die Dividende für das laufende Jahr wird auch bei Tui ausfallen. Grund seien die hohen Kosten für die Integration der im Vorjahr übernommenen First Choice, die das Nettoergebnis drückten, teilte der Reisekonzern mit. 2008 erwartet Tui unter dem Strich lediglich ein leichtes Plus. 2007 hatten die Anteilseigner 25 Cent je Aktie erhalten, nachdem sie bereits 2006 leer ausgegangen waren. Die Aktie verlor 0,3 Prozent.

Adidas-Aktien waren mit einem Plus von 6,1 Prozent Dax-Spitzenreiter. Die Gewinnwarnung des US-Industriegaseherstellers Praxair schickte weltweit Aktien der Branche auf Talfahrt. Einer der größten Dax-Verlierer waren mit einem Minus von zuletzt 2,6 Prozent Linde, obwohl der Konzern seine Prognosen bestätigte. „Wir sehen Linde weiterhin als gut positioniertes Unternehmen mit stabilen Margen an“, kommentierte die DZ Bank. Gegen den Branchentrend gewannen die Papiere der Hypo Real Estate vier Prozent.

Am Rentenmarkt kletterte die Umlaufrendite auf 3,16 (Vortag: 3,15) Prozent. Der Rentenindex sank um 0,04 Prozent auf 119,62 Punkte. Der Bund Future verlor 0,66 Prozent auf 122,40 Zähler. Der Kurs des Euro legte zu. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2925 (Dienstag: 1,2838) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7737 (0,7789) Euro. Tsp

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