So war der Tag : Autowerte legen zu

Die Nervosität bleibt der Börse auch nach dem Start der US-Bilanzsaison erhalten. Bei niedrigen Umsätzen schwankte der Dax am Mittwoch erneut stark.

Aus einem Minus von 2,2 Prozent wurde zwischenzeitlich ein Plus von 1,3 Prozent. Am Ende schloss der Dax bei 4357 Punkten – ein Plus von 0,8 Prozent. Der M-Dax mittelgroßer Werte legte um 1,1 Prozent auf 4797 Zähler zu. Der Technologieindex Tec-Dax gewann 1,6 Prozent auf 512 Punkte.

Am Dienstagabend hatte der weltgrößte Aluminiumkonzern, das US-Unternehmen Alcoa, mit dem zweiten Quartalsverlust in Folge die mit Spannung erwartete Bilanzsaison in den USA eingeläutet. „Auch wenn der Zwischenbericht keine so große Überraschung mehr barg, so zeigt er doch, dass die Rezession noch lange nicht ausgestanden ist“, sagte ein Händler. Zudem hielten sich die Anleger vor dem langen Osterwochenende extrem zurück, sagten mehrere Marktteilnehmer. Keiner wolle mehr große Positionen eingehen oder halten. „Der Markt sucht nach einer Richtung im Moment“, sagte Analyst Manual Martin von Close Brothers Seydler Research. „Daher pendeln die Kurse derzeit zwischen Gewinnen und Verlusten. In den kommenden Wochen wird das Marktgeschehen dann von der Berichtssaison und speziell den Ausblicken dominiert werden.“

Im Dax standen die Autowerte BMW und Daimler an der Spitze der Gewinnerliste. Die US-Bank Goldman Sachs hatte BMW auf eine europäische Kaufliste genommen, und seine Einstufung für Daimler von „Neutral“ auf „Kaufen“ erhöht. Daimler legten am Tag der Hauptversammlung 7,9 Prozent zu, BMW stiegen um 6,2 Prozent. Gegen den Branchentrend verloren dagegen VW-Aktien 0,1 Prozent.

Stahlaktien gerieten nach einer Herunterstufung durch Experten der Deutschen Bank in einen Abwärtssog. Die Analysten begründen ihre Skepsis mit den schwachen globalen Wirtschaftsaussichten. Mit einer nachhaltigen Erholung der Stahlbranche sei noch nicht zu rechnen die Markteinschätzung für die Branche sei noch zu optimistisch, warnen die Analysten. Sie raten ihren Kunden deshalb, sowohl Thyssen-Krupp als auch Salzgitter-Aktien zu verkaufen. Deren Kurse gaben um 0,8 beziehungsweise 3,2 Prozent nach.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,04 (Vortag: 3,08) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozentpunkte auf 122,74 Punkte. Der Bund Future gewann 0,12 Prozent auf 122,29 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3231 (Dienstag: 1,3255) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7558 (0,7544) Euro. Tsp

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