So war der Tag : Bankaktien legen zu

Nach einem überraschenden Anstieg des US-Konjunkturbarometers ist der deutsche Aktienmarkt am Montag mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Dax stieg um 3,5 Prozent auf 4326 Punkte und erlebte damit nach zwei Verlusttagen in Folge ein kleines Kursfeuerwerk.

Für den mittelgroße Werte umfassenden M-Dax ging es um 3,4 Prozent auf 4927 Punkte aufwärts, und der Tec-Dax legte um 2,2 Prozent auf 459 Punkte zu.

Als Antrieb verwies Marktstratege Wolfgang Duwe von der Bremer Landesbank unter anderem auf die Meldung, dass in den USA der Sammelindex der Frühindikatoren im abgelaufenen Monat überraschend gestiegen sei.

Finanztitel zählten in dem positiven Marktumfeld zu den größten Gewinnern. Sie profitierten zudem von einem offenen Brief der britischen Großbank Barclays, in der das Institut nach Ansicht der Börsianer „Stärke“ gezeigt und die eigenen Investoren beruhigt hatte. „Die Nachricht über Barclays ist sicherlich besser als erwartet und stützt bis zu einem gewissen Grad den Markt“, sagte Postbank-Aktienstratege Heinz-Gerd Sonnenschein. Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden. Barclays-Titel schossen daraufhin um 73 Prozent auf 89,38 Britische Pence in die Höhe. Commerzbank-Aktien rückten um 5,5 Prozent auf 3,15 Euro vor, Deutsche-Bank-Papiere gewannen gar 7,1 Prozent auf 18,08 Euro. Auch die Anteile an dem Versicherer Allianz legten deutlich zu und stiegen um 7,5 Prozent auf 65,21 Euro.

Ohne erkennbaren Auslöser pirschten sich im Schlussgeschäft die Aktien von Volkswagen mit einem Plus von 8,4 Prozent auf 255,29 Euro an die Spitze des Dax.

Infineon-Papiere standen dagegen mit minus 7,3 Prozent auf 0,63 Euro am Indexende. Händler verwiesen darauf, dass die Aktien wegen der geringen Marktkapitalisierung aus dem Fokus gerückt seien. Sie seien ein „Zockerwert“, der als Pennystock wegen des niedrigen Kursniveaus zumeist entweder am Indexende oder an der Spitze stehe. Ein sehr skeptischer Ausblick des US-Baumaschinenherstellers Caterpillar belastete Händlern zufolge die MAN- Aktien, die um 0,7 Prozent fielen. Die Papiere von Thyssen-Krupp waren unterdessen nur optisch sehr schwach. Die Aktien des Stahlkonzerns wurden ex Dividende gehandelt. Thyssen-Krupp schüttet 1,30 Euro je Aktie aus.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,10 (Freitag: 2,94) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 1,10 Prozent auf 121,48 Punkte. Der Bund Future verlor 0,35 Prozent auf 122,86 Zähler. Der Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2990 (1,2795) Dollar. Der Dollar kostete 0,7698 (0,7816) Euro. Tsp

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