So war der Tag : Commerzbank am Dax-Ende

Belastet von Gewinnmitnahmen hat der deutsche Aktienmarkt am Montag Kursverluste verbucht.

Belastet von Gewinnmitnahmen hat der deutsche Aktienmarkt am Montag Kursverluste verbucht. Damit rückt für den Dax die Marke von 5000 Zählern erst einmal wieder aus dem Blick, betonten Händler, nachdem der Leitindex am Freitag noch etwas unter dieser Schwelle bei 4913 Punkten geschlossen hatte. Zum Börsenschluss notierte der Dax bei 4866 Punkten – ein Minus von 0,9 Prozent. Der M-Dax der mittleren Werte sank um 3,7 Prozent auf 5684 Zähler. Und auch für den Technologiewerte-Index Tec-Dax ging es um drei Prozent auf 603 Zähler nach unten.

An die Spitze des Dax setzte sich die Aktie des Softwarekonzerns SAP, die um 2,8 Prozent zulegen konnte. Damit honorierten die Anleger die Ankündigung, dass die Walldorfer den US-Softwareanbieter Clear Standards übernehmen wollen. Auch der Medizintechnikkonzern Fresenius (plus 2,2 Prozent) und Sportartikelhersteller Adidas (plus 1,7 Prozent) gehörten zu den Gewinnern.

Am Dax-Ende dümpelten die Aktien der Commerzbank. Sie verloren bis zum Börsenschluss 6,7 Prozent. „Die Luft nach oben ist erst einmal raus“, kommentierte Analyst Sebastian Reuter von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers die Kursentwicklung. Der Kurs der Papiere hatte sich seit dem Tief Anfang März bei 2,3 Euro allerdings mehr als verdoppelt. Nachdem die deutsche Stahlproduktion im April stark eingebrochen war, wurden gestern auch Titel von Thyssen-Krupp verkauft. Die Aktie büßte 4,4 Prozent ein. Auch MAN-Papiere mussten Verluste hinnehmen, sie sackten um 6,3 Prozent ab. In dem Schmiergeldskandal des Münchner Maschinen- und Nutzfahrzeugkonzerns richten sich nach Medienangaben die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nun auch gegen Führungskräfte.

Im M-Dax zählten die Titel des Reisekonzerns Tui mit minus 6,9 Prozent zu den größten Verlierern. Die Zahlen für das erste Quartal fielen nach Einschätzung von Börsianern schwächer aus als erwartet – und das, obwohl der Verkauf der Reederei Hapag-Lloyd bereits eingerechnet sei. Die Papiere des Autozulieferers Leoni gerieten zunächst ebenfalls deutlich unter Druck, obwohl sich der Abwärtstrend im März etwas verlangsamt hat. Im Handelsverlauf konnte sich die Aktie aber etwas erholen und notierte zuletzt bei minus 2,8 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,14 (Freitag: 3,18) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,33 Prozent auf 122,20 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,43 Prozent auf 120,83 Punkte vor. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3574 (1,3425) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7367 (0,7449) Euro. Tsp

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