So war der Tag : Commerzbank schwankt

Nach freundlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag leichte Gewinne verzeichnet.

Der wichtigste Aktienindex Dax, der gegen Mittag zeitweise ins Minus gerutscht war, erreichte zum Handelsschluss 5594 Punkte, das waren 0,4 Prozent mehr als einen Tag zuvor. Der M-Dax der mittelgroßen Werte stieg um 1,2 Prozent auf 7145 Zähler. Für den Technologiewerte-Index Tec-Dax ging es um 0,98 Prozent auf 743 Zähler bergauf. Die drei Indizes hatten noch am Vortag auf neuen Jahreshöchstständen geschlossen.

Stark unter Druck geriet die Aktie der Commerzbank, sie verlor als schlechtester Dax- Wert 3,7 Prozent. Die Kursrallye der teilverstaatlichten Bank, die keine weiteren Hilfen braucht, hatte sich zunächst noch fortgesetzt: Zeitweise lag die Commerzbank-Aktie bei 9,64 Euro mehr als 13 Prozent im Plus und war damit so teuer wie seit Anfang November nicht mehr, als der Staat ihr das erste Mal mit einer Geldspritze zu Hilfe eilen musste. Aktienhändler spekulieren darauf, dass Anleger, die bei der zweitgrößten deutschen Bank auf fallende Kurse gesetzt und diese Wette verloren haben, nun Aktien nachkaufen müssen, um ihre Verluste in Grenzen zu halten.

SAP-Aktien waren dagegen die beliebtesten Papiere des Tages und gewannen 2,7 Prozent. Berichten zufolge bestätigte Europas größter Softwareanbieter seinen Ausblick für das Geschäft der nächsten Monate.

Im M-Dax verteuerten sich Papiere von Fraport nach Verkehrszahlen und einer moderat erhöhten Prognose um 3,5 Prozent. Continental-Titel kletterten an der Indexspitze um 11,7 Prozent. Händlern zufolge kommt die Nachricht weiterhin gut bei den Anlegern an, wonach Linde-Chef Wolfgang Reitzle neuer Vorsitzender des Conti-Aufsichtsrats werden soll. Papiere des Chipherstellers Infineon legten nach positiven Branchennachrichten und Studien um drei Prozent zu, womit sie zu den besten Werten im Tec-Dax gehörten. Der niederländische Chipindustrie-Ausrüster ASML sieht eine Belebung des Geschäfts und hebt deshalb seine Umsatzprognose an. Auch der US-Chiphersteller Texas Instruments hatte seine Prognose für die Geschäfte im laufenden dritten Quartal nach oben revidiert.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,06 (Vortag 3,01) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 122,58 Punkte. Der Bund Future gewann 0,27 Prozent auf 120,81 Zähler. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4566 (Mittwoch: 1,4522) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6865 (0,6886) Euro.

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