So war der Tag : Dax legt weiter zu

Gute Stimmung an den Börsen weltweit hat die deutschen Aktienindizes am Donnerstag auf neue Jahreshochs klettern lassen. Der Konjunkturoptimismus treibe die Aktien weiter an, sagte ein Börsianer. Der Dax stieg bis zum Handelsschluss um 0,5 Prozent auf 5731 Punkte. Zuvor schraubte der Leitindex seine Jahreshöchstmarke auf 5747 Zähler. Für den M-Dax mittelgroßer Werte ging es um 1,4 Prozent auf 7433 Punkte nach oben. Der Tec-Dax gewann 0,7 Prozent auf 765 Zähler.

„Die Konjunkturdaten aus den USA waren zuletzt für viele Anleger überraschend gut, und zusammen mit dem sehr niedrigen Zinsniveau zwingen sie die Investoren förmlich in die Aktienmärkte – somit steigen die Dax-Indizes von einem Hoch zum nächsten“, sagte Matthias Jörss von Sal. Oppenheim. Dieses positive Umfeld dürfte nach Ansicht des Marktstrategen zunächst weiter anhalten und könnte auch von guten Unternehmensbilanzen in der kommenden Berichtssaison untermauert werden. Allerdings stehe mit der Bundestagswahl ein wichtiges Ereignis bevor, das Unsicherheit bringen könnte.

Die Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius und dessen Tochter Fresenius Medical Care (FMC) standen mit plus 6,3 beziehungsweise 3,5 Prozent an der Dax-Spitze. Analyst Ulrich Huwald von M. M. Warburg verwies auf einen Plan zur Reform des Gesundheitswesens in den USA, der am Vorabend dem Kongress vorgelegt worden war. Dieser werde von den Anlegern offenbar mit Erleichterung aufgenommen. Auch die Deutsche-Bank-Aktie legte kräftig um vier Prozent zu. Auf einen der hinteren Dax-Plätze rutschten SAP-Aktien nach Zahlen des US-Konkurrenten Oracle. Die Walldorfer Software-Aktie verlor 1,5 Prozent. Oracle enttäuschte am Vorabend mit einem weiteren Umsatzrückgang zum Auftakt seines neuen Geschäftsjahrs die Markterwartungen, auch wenn der Gewinn etwas gesteigert wurde. Während die Einnahmen durch den Verkauf neuer Lizenzen fielen, stiegen die Umsätze mit Updates und Serviceleistungen.

Im M-Dax setzten Arcandor-Titel ihre „Zockerrallye“ der Vortage zunächst fort. Allein seit Wochenbeginn konnte sich das Papier des insolventen Handelsriesen in der Spitze fast verdreifachen. Zuletzt nahmen Anleger die Gewinne aber wieder mit. Bis zum Abend brach die Aktie um 14,3 Prozent ein.

Am Rentenmarkt sprang die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 3,07 (Vortag: 3,00) Prozent. Der Rentenindex fiel um 0,25 Prozent auf 122,37 Punkte. Der Bund Future verlor 0,31 Prozent auf 120,38 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4712 (1,4671) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6797 (0,6816) Euro. Tsp

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