So war der Tag : Dax nahe am Jahreshoch

Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag erneut Kursgewinne verbucht. Am Nachmittag kletterte der Dax auf 5573 Zähler und damit nahe an sein Jahreshoch bei 5575 Punkten. Bei Börsenschluss lag er mit 5517 Zählern noch rund 0,9 Prozent im Plus. Der M-Dax mittelgroßer Werte schloss mit plus 1,8 Prozent bei 6850 Punkten. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax legte um 1,1 Prozent auf 705 Zähler zu. „Für einen Freitag sieht der Markt ganz gut aus“, kommentierte Norbert Empting, Händler bei der Schnigge Wertpapierhandelsbank. Wenn sich der Dax in der Nähe seiner alten Hochs halte, könnte er kommende Woche Richtung 5700 Punkte laufen, erwartet der Experte.

MAN-Anteile gewannen nach einem Pressebericht 2,7 Prozent. Der Lkw-Hersteller verschärft offenbar seinen Sparkurs. So sollen im Nutzfahrzeugbereich die Verwaltungskosten um ein Fünftel gesenkt werden. „Aufgrund der Marktlage ist ein verschärfter Sparkurs keine Überraschung“, sagte ein Analyst. Das Kursplus der MAN-Aktie erklärte er daher eher mit der anhaltenden Nachfrage bei zyklischen – also von der Konjunktur abhängigen – Werten.

Im M-Dax ging es für Tui-Titel trotz eines eher negativen Berichts des „Platow Briefs“ um 5,9 Prozent hoch. Damit lagen sie aber immer noch mehr als 20 Prozent unter dem Niveau vom Jahreswechsel, womit sie auf diesen Zeitraum bezogen zu den schwächsten Titeln im deutschen Nebenwerteindex zählen. Der angesprochene mögliche hohe Verlust für die Containerschifffahrt-Gesellschaft Hapag-Lloyd spiele nicht wirklich eine Rolle, sagten Börsianer. Hapag-Lloyd sei längst eingepreist. Aktien von Praktiker gewannen bis zu 5,7 Prozent. Die Analysten von JP Morgan hatten sie zum Kauf empfohlen und ihre Entscheidung mit dem günstigen Geschäftsumfeld für die Baumarkt-Kette begründet.

Im Tec-Dax zog Infineon um bis zu 7,7 Prozent auf ein Zehn-Monats-Hoch. Zum Handelsschluss fielen die Papiere aber wieder und schlossen schließlich mit 4,2 Prozent im Plus.

Europaweit erfreuten sich am Freitag Banken verstärkten Kaufinteresses. So verteuerten sich in London Lloyds um 4,4 Prozent und Barclays um 2,6 Prozent. An der Züricher Börse zogen UBS um 2,6 Prozent an.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 3,04 (Vortag: 3,01) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,15 Prozent auf 122,28 Punkte. Der Bund Future verlor 0,23 Prozent auf 122,42 Punkte. Der Referenzkurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,4364 (1,4268) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6962 (0,7009) Euro. Tsp

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