So war der Tag : Dax schafft kleines Plus

Positiv aufgenommene Geschäftszahlen aus den USA haben den Dax am Dienstag bis zum Handelsschluss in die Gewinnzone gehoben. Der Leitindex hatte sich im Handelsverlauf aber auf unsicherem Terrain bewegt. Er schloss um 0,7 Prozent höher als am Vortag bei 5668 Punkten. Der Index der mittelgroßen Werte, der M-Dax, schaffte den Sprung ins Plus nur knapp – zum Handelsende lag er um 0,1 Prozent auf 7557 Punkte. Für den Tec-Dax ging es ebenfalls nur leicht um 0,2 Prozent auf 809 Zähler nach oben.

Immer noch dämpfend auf die Börsenstimmung wirkte die Ankündigung der chinesischen Regierung, das hohe Wirtschaftswachstum in dem Land zu bremsen. „Es gibt Skepsis gegenüber dem Fortbestand der treibenden Kräfte. Viele Hoffnungen der Investoren ruhen auf Asien“, sagte ein Börsianer. Andere Händler verwiesen auf Befürchtungen, die strengeren Kreditregeln Chinas könnten die Erholung der Wirtschaft weltweit bremsen. Zudem laste ein gesenkter Ausblick für die Bonitätsbewertung Japans durch die Ratingagentur Standard & Poor’s auf dem Markt.

Dagegen verpufften positive Nachrichten zur deutschen Wirtschaft. Der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg zuletzt stärker als erwartet. Hierzulande richtete sich die Aufmerksamkeit der Investoren aber vor allem auf die Quartalszahlen von Siemens. Der Technologiekonzern überzeugte beim Auftragseingang und beim Gewinn. „Besonders die Gewinnmargen in den Bereichen Industrie und Gesundheit lagen über den durchschnittlichen Erwartungen“, resümierten die Analysten der Commerzbank. Die Siemens-Aktie stieg an der Dax-Spitze um 5,1 Prozent. Ebenfalls gefragt waren die Titel von Munich Re, die um 1,2 Prozent zulegten. Der US-Investor Warren Buffett hat seinen Anteil an dem Rückversicherer auf mehr als drei Prozent erhöht. Die Papiere der Deutschen Börse aber fielen um 3,3 Prozent. Der Börsenbetreiber rechnet 2010 mit einem schwierigen Jahr und will weiterhin Kosten senken. Aktien von MAN sanken nach der Bekanntgabe von Absatzzahlen für Nutzfahrzeuge um ein Prozent. Ein Händler verwies auf die anhaltende Schwäche des Nutzfahrzeugabsatzes und insbesondere auf den Rückgang am Markt für schwere Lastwagen über 16 Tonnen, der nach Angaben des europäischen Verbandes der Automobilhersteller fast 40 Prozent betragen hatte.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite auf 2,88 (Vortag: 2,92) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,10 Prozent auf 123,83 Punkte. Der Bund Future legte um 0,19 Prozent auf 123,38 Punkte zu. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4085 (Montag: 1,4151) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7100 (0,7067) Euro. Tsp

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