So war der Tag : Dax testet 6300 Punkte

Unerwartet gute Zahlen des führenden US-Finanzkonzerns JP Morgan Chase haben den Dax am Mittwoch auf den höchsten Stand seit September 2008 getrieben. Zuvor machten Marktteilnehmer bereits eine starke Quartalsbilanz von Intel für die gute Börsenstimmung verantwortlich.

Unerwartet gute Zahlen des führenden US-Finanzkonzerns JP Morgan Chase haben den Dax am Mittwoch auf den höchsten Stand seit September 2008 getrieben. Zuvor machten Marktteilnehmer bereits eine starke Quartalsbilanz von Intel für die gute Börsenstimmung verantwortlich. Intel hatte am Vorabend kräftige Zuwächse bei Gewinn sowie Umsatz im ersten Quartal ausgewiesen und sich zuversichtlich für das laufende Vierteljahr gezeigt. Der Dax kletterte zeitweise bis auf 6305 Punkte. Bei Handelsschluss lag er bei 6278 Zählern (plus 0,8 Prozent). Auch der M-Dax stieg auf das höchste Niveau seit 19 Monaten und gewann zuletzt 1,6 Prozent auf 8457 Punkte. Für den Tec-Dax ging es um 0,8 Prozent auf 847 Punkte nach oben, zeitweise erreichte auch dieser Index für Technologiewerte einen Rekordstand.

„Nach der leichten Enttäuschung durch Alcoa haben die guten Intel-Zahlen den Markt wieder in die Spur gebracht“, sagte Marktanalyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG. Am Nachmittag habe dann der Bericht der Investmentbank JP Morgan nochmals neuen Schub gegeben. „Bei näherem Hinsehen gibt es zwar auch Kritik an den Zahlen von JP Morgan, die Börse reagiert aber sehr positiv“, sagte Schmidt. Auch den deutschen Finanzinstituten gab die Bilanz Auftrieb: Aktien der Deutschen Bank gewannen 3,1 Prozent, die Papiere der Commerzbank verteuerten sich um 2,2 Prozent. Im M-Dax profitierten Postbank-Titel mit plus 4,4 Prozent indes vor allem von einem „Handelsblatt“-Bericht, wonach die Vorkehrungen der Deutschen Bank für eine Integration der Postbank weiter fortgeschritten sind als bekannt und eine komplette Übernahme nur noch eine Frage der Zeit ist. Deutsche-Bank-Chef Ackermann hatte zuletzt aber gesagt, bei der vollständigen Postbank-Übernahme sei er nicht unter Zeitdruck. Vom positiven Intel-Impuls profitierten derweil besonders Infineon-Aktien mit plus 2,8 Prozent. Schwächer notierten die Titel von BMW (plus 0,5 Prozent) und Siemens (minus 0,2 Prozent) nach negativen Studien der Analysten von Merrill Lynch. Nach guten Zahlen für das Auftaktquartal gewannen Aktien von Gerresheimer 6,1 Prozent. Papiere von Hugo Boss setzten nach einer laut Händlern erfolgreichen Analystenpräsentation ihre Rekordfahrt fort und sprangen um 6,2 Prozent an.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,80 (Montag: 2,82) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 124,70 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,15 Prozent auf 123,17 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3615 (Dienstag: 1,3583) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7345 (0,7362) Euro. Tsp

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