So war der Tag : Der Dax erholt sich weiter

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag dank einer freundlich erwarteten Wall Street an seine jüngste Erholungsbewegung anknüpfen können. Der Leitindex Dax lag zum Handelsschluss 0,3 Prozent im Plus und damit bei 5481 Punkte. Der M-Dax der mittelgroßen Werte legte um ein Prozent auf 7002 Zähler zu. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax gewann 1,1 Prozent auf 722 Zähler.

Besonders Kursgewinne bei Rohstoffwerten haben auch die US-Börsen am Dienstag mit Aufschlägen starten lassen. „Rohstoffe werden wieder ein Barometer für den Markt“, sagte der Analyst Andre Bakhos. „Hohe Rohstoffpreise deuten auf eine gesunde Wirtschaft hin und daher folgen ihnen die Aktienmärkte auf dem Fuße.“

In Deutschland verteuerten sich Aktien der Deutschen Telekom um 1,9 Prozent. Der Telekommunikationskonzern will seine angeschlagene britische Mobilfunktochter T-Mobile in ein Joint Venture mit France Telecom einbringen. Bankenwerte entwickelten sich mehrheitlich positiv, was Händler mit der anhaltend guten Stimmung für Finanzwerte erklärten. „Finanztitel werden weiter als Hoffnungswerte gefragt“, kommentierte Aktienhändler Andreas Lipkow von der Wertpapierhandelsbank MWB Fairtrade. Commerzbank-Titel gewannen 5,3 Prozent und führten den Dax an. Die Verluste von 1,3 Prozent bei der Deutschen Bank begründeten Börsianer mit eher negativ aufgenommenen Äußerungen von Bankchef Josef Ackermann auf einer „Handelsblatt“-Tagung. Der Schweizer Manager Ackermann hatte erklärt, dass die europäischen Banken in der Krise hinter die amerikanischen Konkurrenten zurückfallen würden.

Im M-Dax legten Tui-Titel nach einem Pressebericht um 6,3 Prozent zu. Betriebsrat und Management der angeschlagenen Reederei Hapag-Lloyd, an der der Touristikkonzern mehr als 43 Prozent hält, haben sich nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ auf einen umfangreichen Sparplan geeinigt.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 3,00 Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,03 Prozent auf 123,00 Punkte. Der Bund Future sank um 0,18 Prozent auf 122,69 Zähler. Der Kurs des Euro ist am Dienstag auf den höchsten Stand zum US-Dollar seit Dezember 2008 gestiegen. In der Spitze kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,4522 Dollar und kostete damit fast zwei Cent mehr als am Morgen.Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4473 (Montag: 1,4330) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6909 (0,6978) Euro. Tsp

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