So war der Tag : Der Dax legt weiter zu

Die überraschend gute Konsumlaune der US-Verbraucher und ein optimistischer Ausblick des US- Paketdienstes FedEx haben dem Dax am Freitag Auftrieb gegeben. Da einige Anleger vor dem Wochenende aber Kasse machten, konnte er sein am Nachmittag erreichtes Elf-Monats-Hoch von 5653 Punkten nicht halten. Der Leitindex schloss 0,5 Prozent höher bei 5624 Zählern. Damit verbuchte er den sechsten Handelstag in Folge ein Plus.

Auch die wichtigsten Nebenwerte-Indizes notierten an diesem Freitag zwischenzeitlich so hoch wie noch nie in diesem Jahr. So legte der M-Dax der mittelgroßen Werte um 0,7 Prozent auf 7191 Zähler zu. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax verbuchte einen Aufschlag von 0,28 Prozent auf 745 Punkte.

„Die Aktien haben immer noch Luft nach oben“, sagte Jean-Claude Petit, Chef-Aktienhändler bei Barclays Wealth Managers France. Die Weltwirtschaft werde sich zwar nur langsam erholen, ein weiterer Konjunktureinbruch sei aber nicht zu befürchten. „Außerdem fließt weiterhin Geld in Aktien.“ Andere Börsianer bezeichneten die jüngsten Kursgewinne dagegen als überzogen. In den vergangenen zwei Monaten legte der Dax mehr als 1000 Punkte zu.

FedEx stellte für das erste Quartal einen überraschend hohen Gewinn von 0,58 Dollar je Aktie in Aussicht. Auch die Deutsche Post profitierte von den Aussagen des US-Rivalen. Die Post-Aktie schloss 3,5 Prozent höher bei 12,70 Euro.

Gegen den Trend rutschten Metro um bis zu 3,2 Prozent auf ein Zwei- Monats-Tief ab. Auslöser war der Ausstieg von Firmengründer Otto Beisheim aus dem Pool der Gründungsaktionäre. „Bislang durfte Beisheim keine Metro-Aktien verkaufen, jetzt aber vielleicht schon“, sagte ein Händler. Der Mischkonzern Haniel und die Familie Schmidt-Ruthenbeck, die ihre Stimmrechte bislang gemeinsam mit Beisheim ausübten, haben Unternehmenskreisen zufolge keine Pläne zum Verkauf von Metro-Aktien.

Zu den Favoriten der Anleger zählten die Stahlwerte. Sie profitierten von Kurszielanhebungen durch Goldman Sachs. Die Titel von Salzgitter stiegen um 5,3 Prozent, Thyssen-Krupp zogen um 3,1 Prozent an. Die Aktien des weltgrößten Stahlkochers ArcelorMittal verteuerten sich um 5,1 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,99 (Vortag: 3,06) Prozent. Der Bund Future rückte um 0,27 Prozent auf 121,23 Punkte vor. Der Rentenindex Rex gewann 0,12 Prozent auf 122,73 Punkte. Der Referenzkurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,4594 (1,4545) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6852 (0,6875) Euro. Zuvor hatte der Euro ein Jahreshoch von 1,4634 Dollar erreicht. Tsp

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