So war der Tag : Der Dax schließt im Minus

Negative Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax am Donnerstag ins Minus gedrückt. Nach vier Gewinntagen in Folge fiel der Leitindex um 0,4 Prozent auf 5795 Punkte.

Der M-Dax der mittelgroßen Werte hingegen gewann 0,4 Prozent auf 7739 Punkte. Der technologielastige Tec-Dax gab um 0,2 Prozent auf 815 Zähler nach.

Nach Angaben von Patrick Pflüger, Marktanalyst bei IG Markets, sank die Zahl der noch nicht abgeschlossenen US-Hausverkäufe im Januar überraschend deutlich. Zudem hielten sich einige Anleger vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht am Freitag mit Engagements zurück, sagten Händler.

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), ihren Leitzins wie erwartet erneut unverändert belassen, bewegte den Markt nicht weiter. Die Zentralbank kündigte jedoch weitere Schritte an, um die expansive Geldpolitik allmählich zurückzufahren. „Die Erholung der Konjunktur im Euro-Raum ist auf dem richtigen Weg, obwohl sie unsicher bleibt“, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Nach dem Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr erwartet die Notenbank 2010 nach neuesten Prognosen ein Wachstum von durchschnittlich 0,8 Prozent. Für 2011 sagt die EZB den 16 Euro-Ländern ein Wachstum von insgesamt 1,5 Prozent voraus.

Quartals- und Jahreszahlen bewegten am Donnerstag den Markt. Beiersdorf-Titel konnten ihre Verluste abbauen und gewannen 0,4 Prozent. Der Kosmetikkonzern rechnet 2010 mit einem stabilen Geschäft. Die Aktien des Industriegasespezialisten Linde fielen um 0,7 Prozent. Die jüngst vom französischen Wettbewerber Air Liquide vorgelegten Geschäftszahlen hätten weitaus besser ausgesehen als die von Linde, meinte ein Händler. Zudem missfiel einigen Anlegern, dass der Ausblick auf 2010 erst bei Vorlage der endgültigen Zahlen am 17. März gegeben wird. Siemens-Papiere sanken um 1,1 Prozent. Einem deutschen Pressebericht zufolge will China den Ausbau des Eisenbahnnetzes für Hochgeschwindigkeitszüge drosseln. Dabei drohten Unternehmen aus dem Ausland Auftragseinbrüche. Finanzwerte setzten sich an die Spitze des Dax. Commerzbank-Aktien stiegen um 1,5 Prozent, Deutsche-Bank-Papiere gewannen 1,4 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,79 (Vortag: 2,75) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,08 Prozent auf 124,59 Punkte. Der Bund Future legte um 0,23 Prozent auf 124,36 Punkte zu. Der Kurs des Euro gab nach, er kostete zuletzt 1,3608 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3668 (Mittwoch 1,3641) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7316 (0,7331) Euro. Tsp

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