So war der Tag : „Der Dax zeigt Stärke“

Im Kielwasser schwächelnder US-Börsen hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der Leitindex Dax verabschiedete sich 0,1 Prozent schwächer bei 5663 Punkten aus dem Geschäft. Der M-Dax rückte hingegen um 0,2 Prozent auf 7297 Zähler vor und der Tec-Dax gewann 0,3 Prozent auf 762 Zähler. Wichtige Konjunkturdaten standen nicht auf der Agenda. Dafür hatten die Anleger eine wahre Flut von Quartalsberichten zu verdauen - insgesamt legten 16 Unternehmen Rechenschaft über die jüngste Geschäftsentwicklung ab.

K+S-Titel schlossen 1,7 Prozent höher bei 38,50 Euro. Der Düngemittel- und Salzhersteller wagte zwar nach einem schwachen dritten Quartal für 2009 erneut keine konkrete Prognose und bleibt auch für 2010 vorsichtig. Ein Händler meinte indes: „Die Anleger, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hatten, sehen nach den Zahlen das Schlimmste überstanden.“ Die Aktien des Versorgers RWE stiegen nach leicht schwächer als erwarteten Zahlen um 0,2 Prozent auf 61,53 Euro. Ein negativ aufgenommener Geschäftsbericht von Salzgitter drückte indes die Titel des Stahlkonzerns mit zwei Prozent auf 62,01 Euro ins Minus. Bei Konkurrent ThyssenKrupp belasteten Presseberichte, denen zufolge er das im September zu Ende gegangene Geschäftsjahr wesentlich schlechter abgeschlossen hat als bislang befürchtet. Die Aktie büßte 0,6 Prozent auf 23,55 Euro ein.

Im M-Dax stiegen Stada-Titel mit plus 3,1 Prozent auf 21,31 Euro. Der Arzneimittel-Hersteller konnte seinen Gewinn deutlich steigern und Analysten lobten die Margen. Celesio schlossen wenig verändert mit minus 0,1 Prozent bei 18,43 Euro, nachdem der Pharmagroßhändler im dritten Quartal wie erwartet in die roten Zahlen gerutscht war. Fielmann-Aktien legten um 1,2 Prozent auf 52,24 Euro zu, nachdem die Optikerkette in der Krise mehr Brillen verkaufen und ihren Umsatz steigern konnte.

Einen Kurssturz um 10,6 Prozent auf 2,77 Euro musste Sky Deutschland hinnehmen. Der krisengeschüttelte Bezahlsender rutschte im dritten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen als befürchtet. Für Titel des Hafenbetreibers HHLA ging es um 2,9 Prozent auf 25,95 Euro bergab. Gerüchten zufolge leidet HHLA stärker unter der Krise als der wichtigste Konkurrenzhafen Rotterdam.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 3,01 (Vortag: 3,06) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 123,55 Punkte. Der Bund Future gab 0,21 Prozent auf 121,45 Punkte ab. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,4922 (1,5037) US- Dollar fest. Der Dollar kostet damit 0,6702 (0,665) Euro.Tsp

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