So war der Tag : Deutsche Bank stützt Dax

Vorschusslorbeeren vor der Bilanzvorlage der Deutschen Bank haben Finanzwerte am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch angetrieben. Der Leitindex Dax baute seine Vortagesgewinne aus und kletterte bis Handelsschluss um knappe 2,7 Prozent auf 4492 Punkte. Gerüchten zufolge ist das Geschäft der Deutschen Bank im Januar sehr gut gelaufen, sagten Börsenhändler: Am Donnerstag werde dem ein guter Ausblick für 2009 folgen, was die Titel der Branche belebe. Deutsche-Bank-Aktien schlossen mit plus 3,1 Prozent. Postbank-Titel gewannen sogar 6,4 Prozent, Allianz-Aktien immerhin 2,9 Prozent.

Die Stimmung am Gesamtmarkt sei grundsätzlich ein wenig optimistischer als noch vor ein paar Tagen, hieß es. Der M-Dax mittelgroßer Werte legte um 2,2 Prozent auf 5215 Zähler zu. Auch der Tec-Dax arbeitete sich um 1,6 Prozent auf 483 Punkte vor.

Größter Gewinner am Mittwoch waren die Papiere des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp und des Lkw-Herstellers MAN, Thyssen- Krupp-Aktien legten 9,2 Prozent zu, MAN-Papiere 8,5 Prozent. Der Tagesverlierer im Dax waren Beiersdorf-Titel. Die Aktien des Hamburger Kosmetikherstellers fielen nach einem kritischen Analystenkommentar um 3,9 Prozent.

Die Stimmung im gesamten Pharmasektor verdarb am Mittwoch der Schweizer Roche- Konzern. Ein unter den Erwartungen liegender Gewinn, der zurückhaltende Ausblick und die Unsicherheit über die 42 Milliarden Dollar teure komplette Übernahme der US-Biotechtochter Genentech ließen Roche-Papiere an der Zürcher Börse einbrechen. Im Zuge dieses Abrutschens verloren auch Aktien des deutschen Konzerns Bayer fast ein Prozent.

Die Krise in der Automobilindustrie hält zwar noch an: Die dramatische Absatz-Talfahrt in den USA hatte sich im Januar nochmals stärker als befürchtet beschleunigt. Bei den deutschen Herstellern konnten aber die Titel des Dax-Schwergewichts Daimler und die Papiere von BMW zulegen. BMW konnte seinen Absatzrückgang im Vergleich zum Dezember etwas bremsen. Das wurde am Aktienmarkt mit einem Kursplus von 6,9 Prozent honoriert. Obwohl sich bei Daimler der Absatz um 36 Prozent verringerte, arbeiteten sich die Titel erstaunlicherweise um 6,7 Prozent auf 23,05 Euro vor.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 3,11 (Dienstag: 3,04). Der Rentenindex Rex sank um 0,14 Prozent auf 121,14 Punkte, der Bund Future um 0,08 Prozent auf 121,84 Zähler. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2818 Dollar (Dienstag: 1,2849) fest. Der Dollar kostete 0,7802 Euro (0,7783). Tsp

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