So war der Tag : Gewinne am Hexensabbat

Der Dax hat am Freitag einen Teil seiner Vortagesverluste wieder wettgemacht. Am sogenannten „Hexensabbat“, an dem Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien an den Terminmärkten auslaufen, stieg der Leitindex bis zum Nachmittag um 0,5 Prozent auf 5872 Punkte.

Der Dax hat am Freitag nach dem sogenannten „Hexensabbat“ mit einem leichten Minus geschlossen. Zum Handelsende gaben die Indizes wegen der schwächeren Entwicklung an den US-Börsen ihre frühen Gewinne größtenteils wieder ab. Der Leitindex ging mit einem Verlust von 0,2 Prozent auf 5831 Punkte aus dem Handel. Der M-Dax gab 0,1 Prozent auf 7393 Zähler nach, und der Tec- Dax schloss ebenfalls mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 815 Punkten.

An den Derivatebörsen liefen vor dem Wochenende Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien aus. In welche Richtung der Markt laufen würde, ließ sich Börsianern zufolge wegen dieses „Hexensabbats“ – dem großen Verfall – kaum vorhersagen. Insbesondere in der insgesamt ruhigen Vorweihnachtszeit könnten daher größere Schwankungen die Folge sein.

Zum spannendsten Thema am Markt avancierten Meldungen vom Emirat Katar, es habe seine VW-Kaufoptionen ausgeübt und halte nun 17 Prozent der Stimmrechte an dem größten Automobilhersteller Europas. Dadurch dürften die Stamm-Aktien von Volkswagen noch vor Weihnachten aus dem Leitindex entfernt werden und stattdessen die Vorzüge aufgenommen werden. Entsprechend reagierten die Aktien: Die Stämme drehten nach morgendlichen Kursgewinnen ins Minus und sanken bis Handelsschluss am Dax-Ende um 4,7 Prozent auf 76,25 Euro. Die Vorzüge lagen lange im Plus und verloren am Abend 0,4 Prozent auf 65,95 Euro.

Die Aktien von SAP profitierten von den Quartalszahlen des wichtigsten Wettbewerbers Oracle. Sie bescherten dem Papier des Walldorfer Softwareunternehmens ein Plus von zwei Prozent auf 32,20 Euro. Adidas-Aktien profitierten zunächst von einem Nike-Bericht, verloren später aber 0,1 Prozent auf 38,57 Euro.

Die im Tec-Dax notierte Aktie von United Internet schloss 0,5 Prozent im Minus bei 9,19 Euro. Der Internetanbieter zieht 11,6 Millionen eigene Aktien ein. Damit werde das Grundkapital auf 240 Millionen Euro von zuvor 252 Millionen Euro herabgesetzt, teilte das Unternehmen mit. Mit dem Schritt will United Internet nach eigenen Angaben seine Kapitalstruktur verbessern. Die Kapitalherabsetzung soll am Montag wirksam werden.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,82 (Vortag: 2,85) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 124,81 Punkte. Der Bund Future gewann 0,10 Prozent auf 123,52 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4337 (Donnerstag: 1,4343) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6975 (0,6972) Euro.Tsp

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