So war der Tag : Gute Stimmung überall

Überraschend gute Unternehmens- und Konjunkturdaten haben dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag neuen Schwung gegeben.

Der Leitindex Dax stieg um 1,3 Prozent auf 4609 Punkte. Auch der M-Dax mittelgroßer Werte legte um 1,1 Prozent auf 5208 Zähler zu. Der Technologieindex Tec-Dax gewann 1,4 Prozent auf 554 Punkte.

Die Quartalszahlen der größten US-Bank J.P. Morgan Chase gaben vor allem dem Finanzsektor Auftrieb. Das Institut hatte – wie zuvor bereits Goldman Sachs und Wells Fargo – einen überraschend hohen Gewinn von 2,1 Milliarden Dollar vermeldet. „Von der Berichtssaison der Banken wird die Fortsetzung der positiven Ergebnisse erwartet, was mit JPMorgan ja auch real geliefert wurde“, sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Die Aktien der Commerzbank legten um 4,3 Prozent zu. Für die Papiere der Deutschen Bank ging es um 6,1 Prozent nach oben.

Positiv aufgenommen wurden auch die Zahlen des weltgrößten Handyherstellers Nokia. Das Unternehmen verbuchte zwar im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinneinbruch, an der Jahresprognose für die Handy-Branche hielt Nokia aber trotzdem fest.

Auch neue Daten zur US-Konjunktur wurden positiv aufgenommen. So sanken die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich. Zudem stieg der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia im April von minus 35 Punkten auf minus 24,4 Punkte. Der Index spiegelt die Geschäfte im Verarbeitenden Gewerbe in einer Schlüsselregion der US-Wirtschaft wider und gilt als ein wichtiger Frühindikator. Werte unterhalb der Null-Linie signalisieren jedoch eine weiter nachlassende Geschäftstätigkeit.

Im Dax ragten die Stahlwerte hervor. Thyssen-Krupp legten 5,5 Prozent zu, Salzgitter 4,4 Prozent. Die Analysten von Credit Suisse hatten am Morgen die Stahlaktien auf „übergewichten“ hochgestuft. Auch die Papiere des Düngemittelherstellers K+S gehörten mit einem Plus von 3,8 Prozent zu den Gewinnern. Händler verwiesen auf eine Kaufempfehlung von Sal. Oppenheim vom Vorabend. Zudem rankten sich Spekulationen um den Einstieg des russischen Industriellen Andrej Melnitschenko, der am Vortag eine Aufstockung seines Anteils auf 16 Prozent bekanntgegeben hatte.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,03 (Vortag: 3,01) Prozent. Der Rentenindex Rex stand unverändert bei 122,95 Punkten. Der Bund Future fiel um 0,45 Prozent auf 122,39 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3196 (Mittwoch: 1,3173) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7578 (0,7591) Euro. Tsp

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