So war der Tag : Kursverluste zum Wochenende

Am Brückentag zwischen Fronleichnam und dem Wochenende hielten sich die Anleger merklich zurück. Der Leitindex Dax, der es im frühen Handel nur ganz kurz in positives Terrain geschafft hatte, hat sich mit Kursverlusten aus der Handelswoche verabschiedet.

Der Deutsche Aktienindex gab am Freitag um 0,74 Prozent nach, blieb aber mit 5069 Punkten über der 5000er-Marke. Auch für die anderen deutschen Indizes ging es bergab. Der M-DAX der mittelgroßen Werte schloss bei 5957 Punkten, was einem Minus von 0,09 Prozent entspricht, der Tec-DAX gab um 0,87 Prozent auf 654,37 Punkte nach.

Nicht einmal das überraschend hohe Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes konnte an dem schwachen Börsentag etwas ändern. Dabei ist der Index im Juni so hoch wie seit neun Monaten nicht mehr. Er stieg nach vorläufigen Berechnungen vom Freitag auf 69,0 Punkte – im Vormonat waren es noch 68,7 Zählern gewesen – und damit auf den höchsten Stand seit September 2008. Volkswirte hatten allerdings noch mehr erwartet.

Größte Gewinner im Dax waren mit Merck (plus 2,11 Prozent) und Fresenius Medical Care (plus 1,79 Prozent) zwei Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich. Die höchsten Verluste gab es für die Deutsche Börse mit einem Minus von fast vier Prozent, gefolgt von Adidas und Volkswagen mit Verlusten von mehr als drei Prozent. Weniger gefragt waren Finanzwerte und Versicherer. Und auch die stark konjunkturabhängigen Werte wie Stahlaktien standen bei vielen Investoren auf der Verkaufsliste. Die Titel von Thyssen-Krupp verloren 2,6 Prozent, Salzgitter drei Prozent. Zuletzt hatte die Branche wegen künftiger Preissenkungen bei Kohle kräftige Kursgewinne verbuchen können. Auch die Anteile an der Deutschen Post verbilligten sich um 0,65 Prozent. Der Logistikkonzern will in diesem Sommer sonntags 16 der bundesweit 82 Briefzentren schließen.

Im M-Dax standen Arcandor-Papiere mit einem deutlichen Kursplus weiter im Mittelpunkt. Aktien des Pleite-Konzerns erholten sich weiter und gewannen zeitweise mehr als 14 Prozent. Zum Handelsschluss notierte das Papier noch bei plus 8,5 Prozent. Auf dem Parkett hat man noch Hoffnung für den Pleitekonzern.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,35 (Vortag: 3,40) Prozent. Der Bund Future stieg um 0,38 Prozent auf 118,38 Punkte. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,18 Prozent auf 120,28 Zähler. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4004 (Donnerstag: 1,3969) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7141 (0,7159) Euro.Tsp

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