So war der Tag : M-Dax auf Jahreshoch

er deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch dank der Erwartung eines freundlichen Handelsbeginns an der Wall Street zugelegt.

DDer Leitindex Dax baute seine bis zum Mittag erkämpften Gewinne bis zum Handelsschluss um 1,7 Prozent aus. Mit 5575 Zählern blieb er damit aber noch rund 15 Punkte hinter seinem Jahreshoch zurück. Auch die Nebenwerte-Indizes legten zu: Der Technologiewerte-Index Tec-Dax notierte zeitweise gut zwei Prozent höher bei 737 Punkten auf dem höchsten Stand seit September 2008. Der M-Dax stand zum Börsenschluss bei 7058 Punkten 0,8 Prozent im Plus, aber so hoch wie seit dem vergangenen Herbst nicht mehr.

Im Dax gewann die Commerzbank-Aktie zeitweise 15,9 Prozent und setzte sich mit Abstand an die Dax-Spitze. Sie schloss bei rund zwölf Prozent. Ein Analyst begründete die hohe Nachfrage auch mit der Meldung, dass das Finanzinstitut sich von seiner Beteiligung an dem Anlagenbauer Gea trennte: „Dadurch macht die Bank Eigenkapital frei, das sie gut gebrauchen kann.“ Positive Analystenkommentare ließen BMW-Titel um 7,7 Prozent steigen und damit auf den höchsten Stand seit Juni vergangenen Jahres. Weit oben auf der Verliererliste des Dax standen Thyssen-Krupp-Aktien mit einem Minus von bis zu einem Prozent. Am Ende des Tages lagen sie jedoch fast unverändert auf Vortageskurs. Einem Zeitungsbericht zufolge steuert der Stahlkonzern wegen Rückstellungen für den Personalabbau auf einen Verlust vor Steuern einschließlich Sondereffekten von mehr als zwei Milliarden Euro zu.

Im M-Dax verloren Bauer-Titel 0,2 Prozent. Die Deutsche Bank bereitet Marktkreisen zufolge keine Platzierung von Aktien des Tiefbauspezialisten vor. Das Gerücht sei falsch, hieß es. Am Markt waren Spekulationen aufgekommen, wonach der deutsche Branchenprimus 2,17 Millionen Aktien oder fast 12,7 Prozent der gesamten Stückzahl platzieren will, was die Aktie zuvor stärker belastet hatte.

Europaweit gewannen am Mittwoch Bankenpapiere. Der Dow-Jones-Branchenindex stieg um bis zu 0,8 Prozent. Händler verwiesen auf Aussagen von Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein, der sich zuversichtlich für die Branche geäußert hatte . In Paris lagen die Papiere der Société Générale 1,5 Prozent höher, in London stiegen Barclays-Aktien um 2,5 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,01 (Vortag 3,00)Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,33 Prozent auf 122,59 Punkte. Der Bund Future sank um 0,56 Prozent auf 120,50 Zähler. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4522(Dienstag: 1,4473) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6886 (0,6909) Euro. Tsp

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