So war der Tag : Moderate Verluste

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Der Dax verlor bis zum späten Nachmittag 0,6 Prozent auf 5767 Zähler.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Der Dax, der tags zuvor noch rund zwei Prozent zugelegt hatte, gab einen Teil seines Zugewinns wieder ab und schloss mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 5778 Zählern. Auch bei den Nebenwerten ging es abwärts. Der M-Dax ging mit einem Minus von rund einem Prozent bei 7360 Punkten aus dem Handel. Der Tec-Dax gab 0,3 Prozent ab auf 779 Punkte. „Das ist ein Durchatmen nach dem rasanten Anstieg der letzten Tage, mehr nicht“, sagte ein Händler. Börsianern zufolge wartet der Markt auf neue Impulse, um seinen Aufwärtstrend fortzusetzen.

Schlusslicht im Dax waren Lufthansa-Aktien mit einem Minus von 2,1 Prozent. Vizechef Christoph Franz hatte sich in mehreren Interviews skeptisch zur Entwicklung im Passagiergeschäft geäußert und das Jahr 2010 als „schwierige Herausforderung“ bezeichnet. Thyssen-Krupp-Aktien gaben 0,5 Prozent ab, nachdem die Ratingagentur S&P die Kreditwürdigkeit des Stahlkonzerns auf „spekulativ“ gesenkt hatte. Ganz vorn in der Gewinnerliste des Dax standen dagegen die Aktien von K+S. Händler erklärten das Kursplus von 4,5 Prozent mit Spekulationen über einen Einstieg des US-Star-Investors Warren Buffett. Der Salz- und Düngemittelkonzern wollte sich zu den Marktgerüchten nicht äußern. Ein Medienbericht über das Interesse eines arabischen Staatsfonds an der Bayer-Kunststoffsparte MaterialScience trieb die Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns um 2,1 Prozent in die Höhe.

Auf den Finanzwerten lasteten Äußerungen der einflussreichen US-Analystin Meredith Whitney. Es sei ausgeschlossen, dass der Bankensektor über ausreichend Kapital verfüge, sagte sie in einem Interview. Es sei an der Zeit, die Bewertung von Großbanken herunterzustufen. Die Aktien der Deutschen Bank verloren 0,7 Prozent. Die Titel der UBS rutschen sogar 3,6 Prozent ab. Händler begründeten die Kursverluse damit, dass Einzelheiten zur Amtshilfe der Schweiz im Streit der Großbank mit den US-Steuerbehörden bekanntgeworden seien.

An die Spitze des Nebenwerte-Index M-Dax setzten sich nach Kaufempfehlungen die Aktien des Pharma-Unternehmens Stada. „Stada könnte das nächste Übernahmeziel derjenigen Bieter sein, die beim Verkauf von Ratiopharm keine Chance bekommen“, stellte DZ-Bank- Analyst Thomas Maul fest.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 3,00 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 123,73 Punkte. Der Bund Future gewann 0,11 Prozent auf 121,95 Punkte. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,4875 (Montag: 1,4965) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6723 (0,6682) Euro. Tsp

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