So war der Tag : Schlappe zum Schluss

Die deutschen Aktien haben sich am Mittwoch uneinheitlich präsentiert. Während die meisten Standardwerte nach verhaltenem Auftakt zunächst an ihre Vortagesgewinne anknüpfen konnten, gaben die Technologietitel überwiegend nach. Am Abend geriet auch der Dax unter Druck. Bis zum Handelsschluss rutschte er um 0,1 Prozent unter seinen Vortagesschluss auf 5702 Punkte. Für den M-Dax ging es um 0,2 Prozent nach unten auf 7360 Zähler. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax verlor 0,9 Prozent auf 763 Zähler.

„Im Vorfeld der Fed-Sitzung, des G20-Gipfels und der Bundestagswahl sehen wir ruhigen Handel bei wenig Umsatz“, sagte Analyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG. „Es kommt allerdings auch kein Verkaufsdruck auf, so dass der Dax einfach seinem Aufwärtstrend folgt.“ Die Stimmung unter den deutschen Investoren hat sich einer aktuellen Umfrage zufolge in den vergangenen Tagen etwas gebessert. Der von der Deutschen Börse und Cognitrend ermittelte „Bull/Bear-Index“ habe zum ersten Mal seit fast zweieinhalb Monaten ein Niveau erreicht, das man als vorsichtigen Optimismus bezeichnen könne, teilte Cognitrend mit. Der stetige Aufwärtstrend an den weltweiten Aktienmärkten sei „so gnadenlos, dass selbst gestandene Pessimisten verzagten“.

Nach unterschiedlichen Studiendaten zum Krebsmedikament Erbitux verzeichneten die Merck-Aktien eine Berg- und Talfahrt. Sie verloren nach einem Tageshoch bei 70,78 Euro bis zum Abend 2,6 Prozent und waren damit schwächster Wert im Dax. Infineon-Papiere setzten ihren positiven Trend seit der Wiederaufnahme im Dax am Montag fort und kletterten mit einem Plus von 2,5 Prozent an die Indexspitze. Ein Händler verwies auf zuversichtliche Aussagen von Intel zum PC-Absatz in diesem Jahr am Vorabend. Die Fresenius-Vorzüge rutschten nach einer Abstufung durch die Citigroup um 1,3 Prozent ab.

Im Tec-Dax sanken Qiagen-Aktien um 3,7 Prozent. Das Biotechnologie-Unternehmen hatte am Vorabend nach Börsenschluss mitgeteilt, den britischen Diagnostika-Hersteller DxS übernehmen und sich dafür frisches Kapital beschaffen zu wollen. Eine Platzierung durch den britischen Großaktionär Permira belastete die Aktien von Freenet am Indexende um 9,8 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 3,11 (Dienstag: 3,12) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,21 Prozent auf 122,25 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,17 Prozent ein auf 120,04 Punkte. Der Kurs des Euro legte leicht zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4783 (Dienstag: 1,4780) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6765 (0,6766) Euro. Tsp

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