So war der Tag : US-Notenbank macht Hoffnung

Mit deutlichen Kursgewinnen hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch auf die Quartalszahlen einiger Unternehmen reagiert. Der Leitindex Dax gewann bis Börsenschluss 2,1 Prozent auf 4704 Punkte. Der M-Dax mittelgroßer Werte legte um 2,6 Prozent auf 5439 Punkte zu. Der Tec-Dax stieg sogar um 3,6 Prozent auf 569 Punkte.

Auch die US-Börsen notierten deutlich im Plus. Hier sorgten vor allem Äußerungen der US-Notenbank Fed für Entspannung. Sie weckte am Abend Hoffnung auf ein Ende der schwersten Rezession seit Jahrzehnten. Notenbankchef Ben Bernanke sieht ungeachtet des massiven Einbruchs der Wirtschaftsleistung in den Vereinigten Staaten erste Anzeichen für eine mögliche Stabilisierung der Konjunktur. „Die seit dem letzten Treffen des Offenmarktausschusses im März verfügbaren Informationen zeigen, dass die Wirtschaft weiter nachgibt, aber das Tempo dieser Kontraktion scheint etwas langsamer zu sein“, teilte die Fed mit. So habe sich der Konsum, die wichtigste Säule der US-Wirtschaft, zuletzt stabilisiert. Er bleibe aber abhängig vom Arbeitsmarkt, der sich zuletzt quasi im freien Fall befand, und den Kreditbedingungen. Ihren Leitzins beließ die Fed wie erwartet bei knapp null Prozent.

Am deutschen Aktienmarkt trieben vor allem die Quartalszahlen des Industriekonzerns Siemens, des Versicherers Allianz und der spanischen Großbank Santander die Kurse nach oben. „Analysten hatten richtig schlechte Unternehmensergebnisse erwartet“, sagte Aktienmarktexperte David Thebault von Global Equitites. „Und jetzt haben einige Ergebnisse die Prognosen übertroffen. Aber dies bedeutet nicht, dass sich die Dinge verbessern.“ Siemens-Aktien stiegen um 8,2 Prozent, obwohl der Konzern seine Gewinnprognose zurücknehmen musste. Dank einer starken Entwicklung der Energiesparte habe das Quartalsergebnis jedoch leicht über den Erwartungen gelegen, sagte DZ-Bank-Analyst Karsten Oblinger.

Gefragt waren auch die Aktien von Versicherungen und Banken. Die Papiere der Allianz legten um vier Prozent zu, nachdem der Konzern überraschend Quartalszahlen vorgelegt hatte, die besser ausfielen als von den meisten Analysten erwartet. Die Banken profitierten vom guten Ergebnis der spanischen Großbank Santander.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,01 (Dienstag: 2,96) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,12 Prozent auf 122,66 Punkte. Der Bund Future fiel um 0,23 Prozent auf 122,68 Punkte. Der Kurs des Euro stieg deutlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3266 (1,2992) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7538 (0,7697) Euro. Tsp

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