So war der Tag : Verluste zum Jahresende

Der deutsche Aktienmarkt hat den letzten Handelstag des Jahres mit Verlusten beendet. Bei einem ruhigen, verkürzten Handel rutschte der Dax am Mittwoch unter die erst zum Wochenbeginn erreichte Marke von 6000 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 5957 Punkten. Im Gesamtjahr können sich die Anleger aber nach einem zwischenzeitlichen Rutsch nach unten um rund 25 Prozent über einen Zuwachs von 24 Prozent freuen. Für den M-Dax ging es am Mittwoch um 0,1 Prozent auf 7507 Punkte nach unten, der Tec-Dax gab ebenfalls um 0,1 Prozent auf 817 Punkte nach. Im Jahresvergleich kommt der M-Dax aber auf ein Plus von 34 Prozent, der Tec-Dax sogar auf 61 Prozent.

Insgesamt habe das Jahr „nach dem Kursrutsch seit März eine unerwartet positive Wendung genommen“, bilanzierte ein Aktienstratege. „Die Anleger müssen sich hierfür bei den Notenbanken und deren Liquiditätsschwemme bedanken, denn die Konjunkturdaten und die Gewinnentwicklung der Unternehmen geben diese Aufwärtsbewegung wie an der Perlenschnur eigentlich nicht her.“

Größte Verlierer im Dax waren am Mittwoch die Papiere der Deutschen Bank mit einem Minus von 2,4 Prozent. Mit einem Sprung um fast 78 Prozent wurden die Papiere auf Jahressicht nur von den Halbleitertiteln des Indexrückkehrers Infineon geschlagen. Einen großen Teil ihrer knappen Vervierfachung verbuchten sie jedoch während ihres Gastspiels im Tec-Dax. Am Mittwoch büßten sie 0,1 Prozent ein und schlossen. Die nach der Anteilserhöhung des Emirats Katar mittlerweile durch die VW-Vorzüge ersetzten VW-Stammaktien waren im Jahresverlauf die größte Enttäuschung für Dax-Anleger. Von 250 Euro Ende 2008 ging es um rund 70 Prozent nach unten. Die Vorzugsaktien zogen im gleichen Zeitraum dagegen um knapp 73 Prozent an. Dieses gegensätzliche Bild bestätigte sich am letzten Handelstag des Jahres mit leichten Gewinnen der Vorzüge und einer etwas schwächeren Kursentwicklung der Stämme.

Im Tec-Dax gaben die Papiere des Spezialmaschinenbauers Aixtron 0,6 Prozent nach. Im Jahresverlauf allerdings konnten sie sich fast verfünffachen. Im M-Dax war der beste Wert des Jahres Pro Sieben Sat 1 mit einem Sprung um 236 Prozent.

Am Rentenmarkt rückte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 3,02 (Dienstag: 3,01) Prozent vor. Der Rentenindex Rex sank um 0,14 Prozent auf 123,62 Punkte. Der Bund Future gab um 0,09 Prozent auf 121,38 Punkte nach. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4338 (1,4433) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6974 (0,6929) Euro. Tsp

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