So war der Tag : Zickzack-Kurs nach unten

Nach den Gewinnen im bisherigen Wochenverlauf haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag nachgegeben. Der Dax fiel bis zum Handelsschluss um 0,8 Prozent auf 4767 Punkte.

Bis Mittwochabend hatte der Leitindex rund zehn Prozent gewonnen. Der M-Dax verlor 1,7 Prozent auf 5303 Punkte. Der Tec-Dax rutschte um 3,4 Prozent auf 462 Zähler ab.

Die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten aus den USA bestätigten die düsteren Aussichten für die weltgrößte Volkswirtschaft. In der Berichtswoche hatten mit 573 000 Menschen überraschend deutlich mehr Personen Erstanträge für Arbeitslosenhilfe eingereicht als in der Vorwoche. Zu den weiter niedrigen Umsätzen trug Händlern zufolge die andauernde Unsicherheit über die bisherigen Lösungsansätze für die Wirtschaftskrise bei. „Man muss erst mal schauen, was die ganzen Hilfspakete bringen. Da werden Milliarden in die Wirtschaft gepumpt und man weiß noch nicht, was das letztendlich bringt“, sagte ein Händler.

Nach wie vor in der Schwebe ist das milliardenschwere Rettungspaket für die angeschlagenen US-Autokonzerne. Zwar hat das Repräsentantenhaus die Hilfen abgesegnet. Nun ist aber der Senat am Zug. Die Aussichten für eine Zustimmung dort sind unklar. Zudem ist offen, wann dort abgestimmt wird. Die Unsicherheit belaste die Autowerte, sagte ein Händler. Die Aktien von Daimler zählten mit einem Minus von drei Prozent zu den größten Dax-Verlierern. Händler machten dafür neben Gewinnmitnahmen auch einen skeptischen Analystenkommentar verantwortlich. So habe Morgan Stanley seine Kursziele für Daimler und BMW drastisch auf 16 (aktuell gut 25) beziehungsweise 15 (aktuell gut 22 Euro) Euro gesenkt. BMW-Aktien fielen am Donnerstag um 0,8 Prozent.

Auf der Gewinnerliste ganz oben standen die Titel von K+S mit einem Plus von 4,7 Prozent. Auch RWE standen im Dax mit plus 3,2 Prozent hoch im Kurs. Im Tec-Dax setzten die Solarwerte ihre Talfahrt im Sog der Gewinnwarnung von Q-Cells vom Dienstag fort.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,15 (Vortag: 3,16) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,47 Prozent auf 120,175 Punkte. Der Bund Future gewann 0,16 Prozent auf 122,61 Zähler. Die Stimmung am Devisenmarkt scheint sich zugunsten des Euro gedreht zu haben: Nach einer monatelangen Talfahrt notierte die Gemeinschaftswährung am Donnerstag zum ersten Mal seit Ende Oktober wieder über der Marke von 1,32 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs der Gemeinschaftswährung auf 1,3215 (Mittwoch: 1,2925) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7567 (0,7737) Euro. Tsp

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