Staatsbank : KfW meldet 2,7 Milliarden Euro Verlust

Die Rettung der früheren Tochter IKB und die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers haben der Staatsbank KfW schwer zugesetzt. Sie verbuchte im vergangenen Jahr einen Verlust von 2,7 Milliarden Euro.

Frankfurt/MainDie staatliche KfW Bankengruppe hat 2008 einen Verlust von 2,7 Milliarden Euro verbucht. Ursachen waren unter anderem die Rettung der früheren Tochter IKB und die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers, wie die KfW am Freitag in Frankfurt mitteilte. Bereits im Vorjahr war bei der Bank, die dem Bund und den Ländern gehört, ein Verlust von 6,2 Milliarden Euro entstanden. "Dieser Abschluss ist in Gänze überhaupt nicht befriedigend", sagte KfW-Vorstandschef Ulrich Schröder. Im laufenden Jahr wolle die Bank wieder "deutlich schwarze Zahlen" schreiben, die ersten beiden Monate des Jahres seien ermutigend verlaufen.

Allein durch die Risikoabschirmung und den Verkauf der Mittelstandsbank IKB entstanden vergangenes Jahr Belastungen von 1,2 Milliarden Euro. Durch Abschläge auf das Wertpapierportfolio ergab sich ein weiteres Minus von 1,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen negative Folgen der Lehman-Insolvenz und der Probleme in Island in Höhe von zusammen 0,7 Milliarden Euro. Im operativen Geschäft konnte die Bank dagegen Gewinne einfahren. So stieg das Betriebsergebnis vor Bewertungen um 16,3 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Das Geschäftsmodell der Förderbank müsse daher nicht geändert werden, sagte Schröder. (mpr/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben