Finanzen : Teures Öl drückt die Kurse

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Berlin Ein Rekordhoch beim Ölpreis hat am Mittwoch die Anleger trotz einer Reihe positiver Unternehmenszahlen zum Verkauf von Aktien bewogen und den Dax nahe an die Marke von 3800 Punkten gedrückt. Abwärts ging es vor allem für Finanz- und Technologiewerte. Deutliche Kursgewinne konnte nach der Anhebung der Geschäftsprognose einzig der Sportartikel-Hersteller Adidas-Salomon (plus 4,1 Prozent) verbuchen.

Der Dax verlor bis zum Handelsschluss rund 1,4 Prozent auf 3823,74 Zähler. Der Technologieindex Tec-Dax fiel um 3,5 Prozent auf 484,04 Punkte. „Die Geschäftszahlen sind eigentlich durchweg positiv ausgefallen. Der hohe Ölpreis sowie die jüngste Terrorwarnung in den USA trübten aber die Stimmung “, sagte ein Händler. Neben Adidas hoben auch Fresenius Medical Care und BASF ihre Geschäftsziele an. Die Aktien verloren 0,2 beziehungsweise 0,4 Prozent.

„Ich befürchte, dass sich das Muster aus dem Vorquartal fortsetzt – es kommen überragende Zahlen, das bringt aber nichts, weil die Belastungen dominieren“, sagte Aktienstratege Frank Schallenberger von der LBBW. Der Ölpreis steigt weiter kräftig an und verteuert die Produktion in vielen Industrien.

Mit Kursverlusten von rund 3,1 und drei Prozent zählten die Aktien der Commerzbank und der Hypo-Vereinsbank zu den größten Verlierern im Dax. Händler machten trotz der im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen Quartalsergebnisse der Commerzbank die allgemein schlechte Stimmung gegenüber Finanzwerten für die Verluste verantwortlich. Die Aktien der Deutschen Bank, die am Freitag die Finanzmärkte mit ihrem Quartalsergebnis enttäuscht hatte, verloren 1,9 Prozent.

Ein Minus von fünf Prozent verbuchten die Titel des Chipherstellers Infineon. Händler verwiesen auf eine Herunterstufung der Infineon-Aktie durch UBS. Trotz eines prozentual zweistelligen Zuwachses bei Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal waren die Aktien des Autobauers BMW mit einem Kursrückgang von 3,9 Prozent der zweitgrößte Verlierer im Dax. Analysten begründeten dies mit dem rückläufigen US-Absatz im Juli sowie der nicht präzisierten Prognose.

Der Rentenmarkt tendierte fester. Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere sank auf 3,90 (Vortag: 3,93) Prozent. Der Rex legte um 0,15 Prozent auf 117,93 Punkte zu. Der Bund-Future stieg um 0,07 Prozent auf 114,60 Punkte. Die EZB setzte den Euro -Referenzkurs auf 1,1983 (Dienstag: 1,2022) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8345 (0,8318) Euro. Tsp

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