US-Immobilienkrise : Asiatische Börsen feiern Rettungsaktion für US-Hypothekenbanken

Die Hilfsaktion der US-Regierung zugunsten der krisengebeutelten Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac zeigt erste Effekte. Die Börsen im asiatischen Raum verzeichneten am Montag im Schnitt Kursgewinne von mehr als drei Prozent. Besonders der japanische Nikkei-Index legte rasant zu.

TokioMit einem Kursfeuerwerk haben die Börsen in Asien und Australien auf die US-Rettungsaktion für zwei angeschlagene Hypothekenbanken reagiert. Die Indices in Tokio, Südkorea, Singapur und Australien legten am Montag um mehr als drei Prozent zu. Der 225 führende Werte umfassende japanische Nikkei legte bis zur Handelsmitte rasant um 438,04 Punkte oder 3,59 Prozent auf den Zwischenstand von 12.650,27 Punkten zu.

Neues Vertrauen an den Märkten

Die US-Regierung hatte am Sonntag die beiden durch die amerikanische Immobilienkrise vom Absturz bedrohten Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac übernommen. Auf diese Weise will sie die weitere Zuspitzung der Krise am US-Finanzmarkt vermeiden. "Die Aktion hat den Märkten Vertrauen geschenkt", sagte John Longo, Professor an der Rutgers Business School, der BBC in Singapur. "Es wäre noch besser gewesen, wenn (die US-Regierung) früher gehandelt hätte."

"Das sollte die US-Finanzmärkte stabilisieren", sagte Warren Hogan von der australischen ANZ-Bank der BBC. "Es ist kein Allheilmittel und sicherlich noch nicht der Anfang vom Ende der Krise, dürfte aber kurzfristig Stabilität bringen." Auch der japanische Finanzminister Bunmei Ibuki begrüßte den Rettungsplan. Die Maßnahme dürfte einen positiven Effekt auf die Weltwirtschaft haben, sagte Ibuki in Tokio.

Dollarkurs stabilisiert sich

An Tokios Börse profitierten vor allem Papiere des Banken- und Wertpapiersektors von der Nachricht. Lediglich die drei Sektoren Strom und Gas, Papier und Pappe sowie Lufttransport verzeichneten Einbußen. Das Schicksal der amerikanischen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac war Händlern zufolge am Tokioter Aktienmarkt genau verfolgt worden, da japanische Banken hohe Bestände an Wertpapieren halten, die von den Instituten ausgegeben worden waren.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar derweil zum Mittag deutlich fester bei 108,60-65 Yen, nachdem der Greenback am späten Freitag noch mit 106,48-50 Yen gehandelt worden war. Der Euro notierte zum Dollar fester mit 1,4417-22 Dollar nach 1,4280-82 Dollar am späten Vortag. Zum Yen lag der Euro ebenfalls deutlich fester bei 156,54-59 Yen nach 152,06-10 Yen am späten Freitag vergangener Woche. (iba/dpa)

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