US-Kreditkrise auf dem Höhepunkt : Neue Schockwellen - Dax sackt weiter ab

Die Finanzmarktkrise in den USA schreckt weltweit die Anleger auf. Nachdem die US-Notenbank den Diskontsatz gesenkt hat, um Liquiditätsengpässe auf dem Geldmarkt zu verhindern, brechen die Aktienmärkte massiv ein.

Die neuen Schockwellen der weltweiten Finanzkrise haben den Deutschen Aktienindex Dax deutlich ins Minus rutschen lassen. Der Dax büßte am Montag nach dem Handelsstart zeitweise um rund 2,9 Prozent ein und sank auf 6266,56 Punkte.

Die Aktienmärkte brechen ein, obwohl die US-Notenbank ihren Diskontsatz von 3,50 Prozent auf 3,25 Prozent senkte. Die Federal Reserve (Fed) hatte den Diskontsatz aus Sorge vor einer Ausweitung der Finanzkrise zum Beginn der neuen Handelswoche gesenkt. Damit können sich Banken bei der Fed zu günstigeren Konditionen Geld beschaffen.

Die Fed gab außerdem die Schaffung einer neuen Krediteinrichtung bekannt, bei der sich große Banken und andere wichtige Finanzmakler ab sofort Darlehen sichern können. Liquidität und Funktionsfähigkeit der Märkte sollten somit gewährleistet werden, erklärte die Fed. Die Maßnahme werde für mindestens sechs Monate gelten und könne verlängert werden.

JP Morgan Chase kauft Bear Stearns

Zuvor war bekannt geworden, dass die US-Bank JP Morgan Chase das traditionsreiche Institut Bear Stearns wegen dessen schwerer Verluste in der US-Immobilienkrise übernimmt. Für den Schnäppchenpreis von rund 236 Millionen Dollar (149 Millionen Euro) bekommt die Handelsbank JP Morgan Chase die angeschlagene Wall-Street-Bank Bear Stearns. JPMorgan Chase zahle zwei Dollar pro Bear-Stearns-Aktie, teilte das Unternehmen mit. Die Vorstände beider Unternehmen hätten der Transaktion einstimmig zugestimmt.

Neuer Euro-Rekordstand

Der Eurokurs erreichte nach der Diskontsatzsenkung der US-Notenbank am Montag abermals einen Rekordstand. Zeitweise war der Euro in der Nacht zum Montag bis auf 1,5903 US-Dollar gestiegen. Im frühen Handel wurde die europäische Gemeinschaftswährung zuletzt mit 1,5806 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,6324 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,5561 Dollar festgesetzt. (ut/AFP/dpa)

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