Vor Börsenbeginn : TecDax und MDax zeigen sich schwach - Dax vorbörslich stabil

Die deutschen Aktienindizes TecDax und MDax zeigen sich in schlechterer Verfassung als der Leitindex Dax der 30 größten Unternehmen. Die Kurse durchbrachen am Montag wichtige Marken nach unten. Der Dax zeigt sich am Dienstagmorgen nach guten Vorgaben aus New York vorbörslich stabil.

Andreas Oswald
Börse in Frankfurt.
Börse in Frankfurt.Foto: dpa

Die Kurse des deutschen Technologie-Index TecDax und des Index MDax, der 50 mittelgroße Unternehmen umfasst, sind in den vergangenen Börsentagen stärker gesunken als der Leitindex Dax, der die 30 größten deutschen Unternehmen umfasst. Dabei durchbrachen TecDax und MDax am Montag erstmals seit Beginn des langfristigen Aufwärtstrends im Jahr 2009 wichtige charttechnische Begrenzungen, die eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends in Frage stellen würden, sollten diese Marken nachhaltig gebrochen werden. Nachdem die US-Märkte am Montag nach positiven Konjunkturdaten ins Plus gedreht sind, ist beim Dax zunächst am Dienstag mit einer stabilen Eröffnung zu rechnen.

Seitwärtstrend seit Beginn des Jahres

Die Aktienmärkte in Europa und den USA befinden sich seit Beginn des Jahres in einem Seitwärtstrend, nachdem sie zunächst neue historische Werte erreicht hatten. Seither pendeln die Kurse in einem Seitwärtsband mit einer unteren und einer oberen Begrenzung. Bei der Frage, ob sich der langfristige Aufwärtstrend fortsetzt, oder nicht, ist es aus charttechnischer Sicht entscheidend, ob die Kurse am Ende der monatelangen Seitwärtsbewegung nach oben oder nach unten aus dem Kanal ausbrechen.

Die Lage bei TecDax und MDax

Der TecDax durchbrach am Montag zwischenzeitlich die untere Begrenzung des Seitwärtsbands um etwa zwei Prozent, bevor er sich parallel zur Wall Street bis Handelsschluss erholte und knapp unter dieser Marke zum Stehen kam. Der MDax durchbrach die untere Begrenzung um etwa 1,3 Prozent, bevor auch er sich erholte und 0,3 Prozent über der Begrenzung schloss. Das vorübergehende Durchbrechen der unteren Begrenzung bedeutet noch nicht, dass der Aufwärtstrend gebrochen ist, dazu bedürfte es einer nachhaltigen Bestätigung.

Bedeutsam ist, dass es am Montag erstmals in diesem langfristigen Aufwärtstrend ein solches Signal gab. Es könnte sich lohnen, den MDax zu beobachten, zu Beginn der Finanzkrise hatte er seinen Aufwärtstrend gut einen Monat früher beendet als der Dax. Das muss sich nicht wiederholen, aber eine weitere Eintrübung könnte ein Warnsignal für einen möglicherweise beginnenden Aufwärtstrendbruch innerhalb der nächsten zwölf Monate sein.

Die Lage im Dax

Die Lage im deutschen Leitindex Dax mit den 30 größten Werten ist deutlich positiver als in TecDax und MDax. Die untere Begrenzung der Seitwärtsbewegung beim Dax liegt bei 8913 Punkten. Am Montag lag der Dax mit seinem tiefsten Wert immer noch 300 Punkte oberhalb und erholte sich bis Handelsschluss auf 9339 Punkte. Kurzfristig könnte sich der Dax weiter erholen, nach zwei negativen Wochen ist eine Gegenreaktion sehr wahrscheinlich. Unklar ist, ob die Entwicklung in der Ukraine und die Konjunktur in China eine Rolle spielen werden.

Die Lage in den USA

Die US-Technologiebörse Nasdaq sank am Montag bis auf 0,7 Prozent über der unteren Begrenzung und erholte sich anschließend etwas. Auch in den USA ist es um Technologiewerte deutlich schlechter bestellt als um die großen Indizes, denen es besser geht. Der Dow Jones und der S&P 500 liegen knapp über der Mitte ihrer Seitwärtsbänder.

Positive US-Konjunkturdaten und unerwartet starke Quartalszahlen der Citigroup hatten die US-Märkte am Montag deutlich ins Plus gehoben. Der Dow Jones Industrial ging am Montag mit einem Plus von 0,91 Prozent bei 16 173,24 Punkten aus dem Handel, nachdem er in der Vorwoche um 2,35 Prozent abgesackt war. Der S&P 500 kletterte um 0,82 Prozent auf 1830,61 Punkte nach oben. Der Technologieindex NASDAQ 100 gewann 0,81 Prozent auf 3474,63 Punkte.


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